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Regionalliga-Relegation

SV Lippstadt verliert 1:2 in Velbert - Rote Karten für Jevric und Traufetter tun weh!

07.06.2012 | 23:32 Uhr
Die Diskussionen nahmen kein Ende: Marc Polder (l.) mit Schiedsrichter Stefan Glasmacher. Assistent Michael Bernhardt (r.) sah eine Unsportlichkeit von Björn Traufetter und zog den Zorn der Lippstädter Spieler auf sich. Foto: Hartwig Sellmann/WNM

Velbert/Lippstadt.  Ist das bitter für den SV Lippstadt: Nicht die 1:2-Niederlage in Velbert an sich schmerzt, sondern die Platzverweise für Ardian Jevric und Björn Traufetter. Beide Offensivkräfte sahen im ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die Fußball-Regionalliga die Rote Karte. Sie fehlen im Rückspiel.

Als der Lippstädter Mannschaftsbus nach Spielschluss vom Parkplatz der Velberter Christopeit-Sport-Arena in Richtung Heimat rollte, erinnerte ein Schild in der Scheibe hinter der Rückbank an die Mission des souveränen Westfaligen-Meisters: "SV Lippstadt auf Tour - Ehrliche Emotionen".

Ehrlich gesagt blieben die guten Gefühle nach dem 1:2 (1:1) bei der SSVg Velbert leicht auf der Strecke. Ein Remis, ja eventuell sogar ein Sieg beim NRW-Liga-Vierten wäre drin gewesen, wenn die beiden Lippstädter Rotsünder ihre Emotionen auf dem Rasen besser in den Griff gekriegt hätten. Allerdings: die Provokationen kamen auch von Velberter Seite und mit etwas mehr Fingerspitzengefühl der Unparteiischen hätte sich die Hitze des Gefechts vermeiden lassen.

So aber kochte nach dem zweiten Platzverweis für Torjäger Björn Traufetter der Kessel völlig über. Linienrichter Michael Bernhardt aus Aachen unterstellte Traufetter eine grobe Unsportlichkeit. Den Ball soll er seinem Velbert Gegenspieler nach einem Zweikampf an der Seitenlinie ins Gesicht geworfen haben. Schiedsrichter Stefan Glasmacher (Alsdorf), der offenbar nichts gesehen hatte, nahm seinen Assistenten kurz ins Verhör und zückte anschließend die Rote Karte.

Björn Traufetter beteuert Unschuld

Björn Traufetter muss beruhigt werden. Er fand seinen Platzverweis ungerecht. Foto: Sellmann

Der Meinungsaustausch über diese umstrittene Entscheidung nahm kein Ende. Fast fünf Minuten dauerten die Diskussionen auf dem Platz. Traufetter beteuerte seine Unschuld im Nachklapp mit den Worten: "Ich bin da zum xten Mal gefoult worden. Ich schmeiße den Ball irgendwie weg und weiß gar nicht, wo der Ball hingeflogen ist. Plötzlich zeigt mit der Schiri die Rote Karte." Sehr ärgerlich, denn spätestens da wusste der Goalgetter, dass er am Sonntag im Rückspiel zuschauen muss.

Umstrittener Schiedsrichter

 

Fast undenkbar, weil Björn Traufetter immer gut für ein Tor ist.  Das unterstrich der 26-Jährige auch in Velbert . Wie ein Stich ins Herz der Gastgeber wirkte der Führungstreffer (36.) für den SV 08. Sturmkollege Lars Schröder hatte Traufetter wunderbar freigespielt. Der ging ab wie eine Rakete und zündete nach einem Sololauf - abgeschlossen mit dem 1:0 - das erste Freudenfeuerwerk. Trainer, Spieler und die in vier Bussen mitgereisten SV-Fans waren außer Rand und Band.

Ardian Jevric bestreitet Tätlichkeit

Ardian Jevric hatte schnell wieder die Trainingsjacke an. Nach 18 Minuten sah er die Rote Karte. Foto: Sellmann

Schließlich fiel dieses überraschende Tor schon in personeller Unterzahl. Ardian Jevric fehlte aus der Lippstädter Anfangself. Nur 18 Minuten erlebte der früherer Paderborner Regionalliga-Spieler den Hauch höherklassiger Fußballluft. Nach einem Revancheakt gegen Velberts Yilmaz war für Jevric ganz schnell Schluss. "Angeblich war das eine Tätlichkeit, was ich natürlich nicht so sehe. Vorher bin ich gefoult worden, dann bin ich auf den Boden gefallen. Dann hat mich der Siebener zweimal in den Rücken  getreten", sagte der 25-jährige Mittelfeldspieler später zu seiner Entschuldigung. Schiedsrichter Glasmacher machte keine Kompromisse und zog sofort Rot.

Lippstadt verliert in Velbert

 

Vorteile für Velbert gab's fortan trotzdem kaum. Aufopferungsvoll verteidigte der SV den eigenen Straftraum. Die Lücken im Mittelfeld verdichteten abwechselnd  Lars Schröder und Björn Traufetter. In Kooperation arbeiteten beide Stürmer auch das Führungstor nach 36 Minuten heraus. Lange hielt der Vorsprung nicht. Nur sieben Minuten später dokumentierte die SSV erstmals Effizienz im Abschluss. Mittelstürmer Marko Onucka markierte den 1:1-Ausgleich (43.).

Hartwig Sellmann

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