SuS Sichtigvor schenkt Hillebrand Sieg zum Abschied

Daniel Hillebrand (vorne, vierter bon rechts) im Kreise seiner Mädels.
Daniel Hillebrand (vorne, vierter bon rechts) im Kreise seiner Mädels.
Foto: SuS Sichtigvor
Was wir bereits wissen
Mehr als 20 Jahre war Daniel Hillebrand als Trainer im Volleyball aktiv. Zuletzt betreute er die Mädels des SuS Sichtigvor. Nun ist für ihn Schluss. Doch seine Spielerinnen hatten ein schönes Abschiedsgeschenk parat.

Westönnen/Sichtigvor..  Versöhnlicher Saisonausklang und ein gebührender Abschied für Trainer Daniel Hillebrand: Klar mit 3:0 (25:9, 25:18, 25:15) gewannen die Volleyball-Damen des SuS Sichtigvor ihr letztes, reguläres Saisonspiel gegen die zweite Mannschaft der DJK Grün-Weiß Werl.

Alle Spielerinnen wollten bei der letzten Partie anwesend sein, um ihrem Trainer einen Abschied nach Maß zu bescheren. So traten die SuS-Damen mit elf Spielerinnen die Reise nach Westönnen an, wo das Spiel gegen die Werler Reserve stattfand.

Bereits vor dem Spiel stand fest, dass es auch im Falle eines Sieges nicht für die Meisterschaft reichen würde, da der Tabellenführer Soester TV III seine Partie gegen Oestereiden bereits im Vorfeld ausgetragen und gewonnen hatte. „Das Ziel war ganz klar: Spaß haben und schön spielen“, betonte Katharina Menke, Pressesprecherin der Volleyballerinnen aus dem Möhnetal. Ein simpler Vorsatz, der auch in die Tat umgesetzt wurde. Der SuS war dem Gegner aus Werl in allen Bereichen überlegen und dominierte das Geschehen.

Im ersten Satz war Judith Clemens nicht zu stoppen, 15 Aufschläge führten zur souveränen 21:2- Führung, nachdem Ricarda Mengeringhausen die Mannschaft schon mit starken Aufschlägen mit 5:0 in Führung gebracht hatte.

Einen echten Luxus erlaubten sich die Möhnetalerinnen im zweiten Satz: Sie tauschten ihre Mannschaft fast komplett aus. Die zweite Garnitur kämpfte vorbildlich. „Es wurde kein Ball aufgegeben“, lobte Katharina Menke. Sicher standen die SuSlerinnen in Annahme und Feldabwehr und griffen flexibel an, so dass die Werlerinnen selten druckvoll angreifen konnten.

Leichte Unsicherheiten in der Annahme führten dazu, dass der Satz nicht so deutlich gewonnen wurde. Judith Quenkes Aufschlagserie brachte dennoch den Erfolg.

Dank guter Aufschläge von Sonia Kinzel ging der SuS im dritten Satz mit 8:5 in Führung. „Ein guter Spielaufbau und Kampfgeist auf beiden Seiten gestalteten die erste Hälfte des dritten Satzes spannend“, erläuterte Menke. Werl gelang es immer wieder, den Punktestand auszugleichen.

Gute und platzierte Aufschläge von Christina Hillebrand bereiten der Annahme von Werl große Probleme. Wurde dann doch ein Ball angenommen und aufgebaut, stand der Sichtigvorer Mittelblock zur Stelle. Den letzten Punkt der Meisterschaftsrunde holen sich die Sichtigvorer Damen durch einen konsequenten Spielaufbau und einen schön vorgetragenen Angriff.

Durch diesen Erfolg wurde der zweite Tabellenplatz gefestigt. Somit haben die SuS-Mädels noch die Chance auf den Aufstieg in die Bezirksklasse. Am Samstag, 18. April, findet das Relegationsspiel gegen den OSC Hamm II statt. „Die Personaldecke wird aber eher dünn sein“, befürchtet Menke.

Im Anschluss an den Sieg der traurige Moment: Es hieß Abschied nehmen. Die Mannschaft überreichte als Dankeschön an Trainer Daniel Hillebrand, der nach 21 Jahren Trainertätigkeit seinen Posten räumt, unter anderem einen Blumenstrauß.