SuS- Mädels suchen einen neuen Trainer

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Was wir bereits wissen
Seit 16 Jahren trainiert Daniel Hillebrand die Volleyballerinnen des SuS Sichtigvor. Nach der Saison ist Schluss. Aus beruflichen und familiären Gründen. Für Abteilungsleiterin Susanne Hillebrand wartet viel Arbeit.

Sichtigvor..  Einen Tag vor ihrer Jahreshauptversammlung trudelte bei den Volleyball-Damen des SuS Sichtigvor die völlig überraschende und zutiefst unerfreuliche Nachricht ein: Ab der kommenden Saison wird Trainer-Urgestein Daniel Hillebrand von seinem Amt zurücktreten und einen Schlussstrich unter seine langjährige Tätigkeit ziehen.

16 Jahre lang war er das „Gesicht“ der SuS-Volleyballerinnen. Mit viel Pathos und getrieben von einer gehörigen Portion Motivation, die Damen-Mannschaft als Aushängeschild des Vereins zu etablieren, hat sich Daniel Hillebrand dabei einen Namen in der kreisweiten Szene machen können. Aufstieg, Abstieg, Wiederaufstieg– eine bewegende Zeit erlebte der vielfach als Sympathieträger betitelte Übungsleiter, während er immer wieder zwischen „Tränentälern und Triumphzügen“ pendelte.

Mit dem bevorstehenden Saisonende verabschiedet sich Hillebrand nun von der Volleyball-Bühne.

Seine Beweggründe sind jedoch weder auf irgendwelche Differenzen zwischen ihm und seinen Spielerinnen, noch auf gewöhnliche Lustlosigkeit seinerseits zurückzuführen, sondern: „Aus beruflichen und familiären Gründen kann er seine Traineraktivität nicht mehr in dem geforderten Umfang leisten. Das ist sehr schade“, bedauert Abteilungsleiterin Susanne Hillebrand den Rücktritt, respektiert jedoch seine Entscheidung.

Ausgerechnet vor dem bevorstehenden Relegationsspiel, welches das SuS-Team am 18. April beim OSC Hamm um dem Aufstieg in die Bezirksklasse bestreiten wird, muss sich die Vorsitzende der Volleyballerinnen um eine Neubesetzung des Coach-Postens kümmern – und die Zeit eilt. Denn am 1. Mai endet die Meldefrist für die Mannschaften, welche die Spielzeit 2015/16 bestreiten möchten. Bis zu diesem Zeitpunkt muss deshalb auch ein Nachfolger Hillebrands feststehen. „Ich werde jetzt alle meine Kontakte spielen lassen, die ich mir in meiner 20-jährigen Vereinstätigkeit aufgebaut haben. Ich hoffe, dass ich so einen neuen Übungsleiter finde“, gab die Abteilungschefin noch während der Mitgliederzusammenkunft bekannt.

Unterstützung wird sie bei der Suche sicherlich von Tochter Christina bekommen. Denn als wiedergewählte zweite Vorsitzende wird sie auch für die nächsten drei Jahre als „rechte Funktionärshand“ für Mutter Susanne fungieren.

Bei der Vereinstagung in der Heimspielstätte des SuS durften beiden einmal mehr langjährige, treue Mitglieder ehren. Eine Urkunde für zehnjährige Mitgliedschaft erhielt Harald Dahlberg. Reichlich Beifall spendeten die anwesenden Volleyballer ebenso Verena Geisthoff. Sie bekam, neben der auf Papier schriftlich verewigten Würdigung, einen großen Blumenstrauß überreicht.