Struff unterliegt Tomic in Wimbledon

Jan-Lennard Struff unterliegt Bernard Tomic in fünf Sätzen.
Jan-Lennard Struff unterliegt Bernard Tomic in fünf Sätzen.
Foto: Getty Images

Wimbledon..  Wieder nichts: Auch bei den All England Championships in Wimbledon musste sich der Suttroper Tennisprofi Jan- Lennard Struff in der ersten Runde verabschieden. Gegen den Australier Bernard Tomic unterlag Struff nach großen Kampf und einer zwischendurch bärenstarken Vorstellung nach zwei Stunden und vier Minuten mit 3:6,

Im Gegensatz zum letzten Aufeinandertreffen vor drei Wochen in Stuttgart, kam Struff dieses Mal besser ins Spiel hinein, Von Beginn an servierten beide solide und brachten ihr Spiel durch. Bis zum Stand von 3:4 aus Struffs Sicht. Tomic gelang das Break zum 3:5 und damit die Vorentscheidung im Satz, Struff musste den Auftakt nach 22 Minuten verloren geben.

Im zweiten Satz kam Struff viel besser ins Match zurück. Holte das Break zum 2:0 und baute seine Führung auf 3:0 aus. Alles sah nach einem erfolgreichen Satzgewinn für den 25-Jährigen aus und Struff zog den Satz souverän durch. Ein zweites Break zum 5:1 konterte Tomic direkt mit dem Re-Break zum 5:2 und servierte danach zum 5:3.Struff ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und beendete den Satz bei eigenem Aufschlag „zu Null“. Es war der Auftakt zu Struffs Drangperiode.

Struff gelang in Satz drei direkt das Break zum 1:0, erhöhte bei eigenem Aufschlag auf 2:0, besaß im folgenden Returnspiel gar mit zwei Breakbällen die Möglichkeit, seine Führung auszubauen. Tomic kam zurück, doch das Re-Break wollte dem Australier nicht gelingen. Struffs lange und konzentrierte Vorbereitung auf das Turnier machte sich in dieser Phase bezahlt. Ein zweites Break zum 5:2 sorgte für die Vorentscheidung. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Suttroper bereits 20 Asse geschlagen.

Tomic behielt jedoch die Nerven und zeigte deutlich den Unterschied zwischen einem Top30-Spieler und Struff in seiner aktuellen Form auf: Er war in den entscheidenden Momenten des Matches auf der Höhe. Tomic kam immer besser ins Match zurück, holte das Break zum 4:2, während Struff dem hohen Tempo des zweiten und dritten Satzes Tribut zollen musste. Bezeichnend hierfür: Struff beendete den Satz mit einem eigenen Doppelfehler.

Im fünften und entscheidenden Satz ließ Tomic nichts mehr anbrennen, holte das vorentscheidende Break zum 1:3 aus Struffs Sicht, zog auf 2:5 davon, was die Vorentscheidung bedeutete. Den ersten Matchball wehrte Struff noch ab, doch gegen den zweiten war der Suttroper chancenlos.

Am Ende wird die gute Leistung Struff nicht trösten, der Ärger über die verpasste Chance wird überwiegen. „Tomic hat Struff müde gespielt“, urteilt Sky-Kommentator Marc Hindelang und lag damit goldrichtig.