Struff ärgert Tomic, schlägt ihn aber nicht

Jan-Lennard Struff scheidet gegen den Australier Bernard Tomic aus.
Jan-Lennard Struff scheidet gegen den Australier Bernard Tomic aus.
Foto: dpa

Stuttgart/Suttrop..  Den Start verschlafen, reingekämpft, aber am Ende wieder verloren: Auch beim Mercedes-Cup in Stuttgart musste sich der Warsteiner Tennisprofi Jan-Lennard Struff in der ersten Runde verabschieden. Gegen den Australier Bernard Tomic unterlag der 25-Jährige mit 3:6 und 6:7 (5:7).

Wieder keine Punkte für die Weltrangliste. Eine Woche vor seinem „Heimturnier“, den Gerry-Weber- Open in Halle/Westfalen, startete Struff mit einer Niederlage in die Rasen-Saison. Eine Woche lang hatte sich der Tennisprofi auf den neuen Belag, der nicht gerade zu seinen bevorzugten Untergründen gehört, vorbereitet. Doch anfangs tat sich Struff schwer. Ein Break im ersten Servicespiel gleich zu Beginn, Struff verkürzte erst auf 1:2. Nun lief es besser. Beim Stand von 3:5 aus Struffs Sicht, hatte der Davis-Cup-Spieler mit zwei Breakbällen die Chance, sich das verlorene erste Spiel zurück zu holen. Doch Struff fehlte das Fortune. Wie es geht, zeigte der ehemalige Junioren-Weltmeister aus Australien. Nach der vergebenen Chance für Struff, breakte Tomic zum 6:3-Satzgewinn.

Fehlentscheidung kostet Tie-Break

Das Pech blieb Struff auch im zweiten Satz treu. Direkt im ersten Spiel des Satzes besaß Struff wieder die Breakchance, doch auch sein dritter Breakball blieb ungenutzt. Besser machte es Tomic, der Struff beim Stand von 2:3 wieder einen Aufschlag abnahm. Das Hawk Eye musste beim entscheidenden Punkt zur Hilfe genommen werden. Es sah also nach einem schnellen Matchverlust für Struff aus, doch der Suttroper kämpfte und wurde belohnt. Ihm gelang das Re-Break zum 3:4 und der Ausgleich zum 4:4.

Im Tie-Break musste die Entscheidung fallen. Zunächst sah es gut aus für Struff, der mit 3:0 und 4:2 in Führung lag. Doch Tomic konterte und holte ein Mini-Break, das ihm die 6:4-Führung bescherte. Struff verkürzte auf 5:6. Danach war es eine falsche Schiedsrichterentscheidung, die den Suttroper den Ausgleich kostete. Ein Ball von Struff kratzte noch die Linie, mit Verzögerung gab die Linienrichterin den Ball im Aus. Struff wollte den Videobeweis, der zeigte, dass der Ball noch im Feld war. Also eigentlich ein Punkt für Jan-Lennard Struff. Doch der Stuhlschiedsrichter gab Struff, zu dessen Unverständnis, den Punkt nicht. Es wäre vielleicht der Satzgewinn gewesen. So musste Struff, der zuvor bereits zwei Matchbälle des Australiers abgewehrt hatte, nach genau 70 Minuten das Match verloren geben.

„Der Tie-Break war sehr hart. Struff hat sehr gut gespielt und es immer wieder geschafft, mich aus dem Rhythmus zu bringen“, lobte Bernard Tomic den Auftritt des Suttropers.