Standortbestimmung für den Nachwuchs

Wuppertal/Belecke..  Mehr als 300 Wettkämpfer aus ganz NRW gingen beim BeDü-Pokal in Wuppertal an den Start. Ein Team von fünf Aktiven aus dem Kader des TuS Belecke wurde vom Trainergespann Walter Farke und Mirza Arnautovic zusammengestellt. Vier männliche Aktive und eine Amazone kämpften bei dem Traditionsturnier um die Medaillen.

Als Erster griff Joshua Schröder ins Wettkampfgeschehen ein. In seinem Auftaktkampf geriet der TuSler zunächst in Rückstand. Doch das junge Nachwuchstalent aus Allagen ließ sich hierdurch nicht beeindrucken und glich in der dritten Runde aus. Verlängerung! Durch eine dubiose Punkte-Entscheidung unterlag der Allagener unglücklich und schied aus dem Wettbewerb aus. „Wir sind mit Joshuas Entwicklung sehr zufrieden. Er ist schon beim vierten Turnier in einer starken Klasse konkurrenzfähig“, sagte Trainer Walter Farke.

Arijan Arnautovic, der Jüngste im Team, stand zum dritten Mal auf der Matte. Er traf auf den starken Apostolos Tsiolis aus Wuppertal. Die ersten beiden Runden verliefen ausgeglichen. In der letzten Runde wurde der Wuppertaler offensiver und verschaffte sich einen satten Punktevorsprung. Der Sichtigvorer versuchte in der dritten Runde noch einmal alles, um den Abstand zu verringern, aber es reichte nicht. „Arijan hinterließ heute einen starken Eindruck. Er war bis zur letzten Sekunde hochmotiviert. Immerhin unterlag er gegen den späteren Sieger seiner Klasse. Ihm fehlt noch die Routine, aber die wird er bekommen“, resümierte Coach Walter Farke.

Als einzige Wettkämpferin im Team ging Dzana Arnautovic an den Start. Durch ein Freilos rückte die TuSlerin ins Halbfinale vor, in dem sie ihrer Dauerkonkurrentin Alina Steincke aus Essen gegenüberstand. Arnautovic knüpfte an ihre guten Leistungen des letzten Turniers an und ging in Führung. Es sah zunächst gut aus für die Sichtigvorerin, da sie sich einen beruhigenden Punktevorsprung erkämpfen konnte. Aber die Essenerin verstärkte ihre Angriffe und holte auf. In der dritten Runde kam es zum offenen Schlagaustausch zwischen den beiden Kontrahentinnen. Am Ende entschied Steincke das Match für sich, da sie konditionell einfach stärker war. Bronze für die TuSlerin! „Dzana begann gut und gab dann aber den Kampf immer mehr aus der Hand. In der dritten Runde stieß sie an ihre physischen Grenzen, daran müssen wir arbeiten“, fasste Trainer Mirza Arnautovic zusammen.

Krankheitsbedingt musste Paul Jakob Müller eine längere Wettkampf-Zwangspause einlegen. Auch er erhielt ein Freilos und kam gleich ins Finale. Mit Klajbi Osja aus Duisburg stand ihm ein unbequemer Gegner gegenüber, der sehr offensiv eingestellt war. Dies bekam der TuSler gleich in der ersten Runde zu spüren und geriet in Rückstand. Müller gelangen im Laufe des Matches einige Konter. Dies war jedoch zu wenig, um den Duisburger zu stoppen, so dass sich der TuSler am Ende mit der Silbermedaille zufrieden geben musste. „Paul hat seine alte Form noch nicht wieder erreicht. Er braucht noch zwei bis drei Turniere, um bessere Leistungen zeigen zu können“, hielt Trainer Mirza Arnautovic fest.

Bei Felix Spitzer zeigt die Leistungskurve im Moment steil nach oben. Hochmotiviert war der Allagener nach Wuppertal gereist. Leider trat sein Gegner im Halbfinale nicht an, so dass er direkt ins Finale einzog. Hier wartete der Wuppertaler Maik Kraus auf ihn. Spitzer nutzte geschickt seine Reichweitenvorteile aus und sammelte erste Punkte. Der Wuppertaler verstärkte noch einmal seine Angriffe ohne jedoch entscheidend zu punkten. Souverän und routiniert ließ der Allagener dem Wuppertaler keine Chance. Gold für Spitzer! „Felix hat im Moment einen tollen Run. Er kämpft sehr versiert und ist auch mental stark. Die früheren Probleme mit kleineren Gegnern hat er abgestellt“, lobte Coach Walter Farke.