Sportvereine fördern Integration

Das Fest der Begegnung war nicht nur sportlich ein Erfolg. Im Sommer soll es erneut eine Veranstaltung geben.
Das Fest der Begegnung war nicht nur sportlich ein Erfolg. Im Sommer soll es erneut eine Veranstaltung geben.
Foto: Carolin Fisch

Soest/Rüthen..  Flüchtlinge sind willkommen! Nicht nur in den Städten und Gemeinden im Kreis, sondern auch bei vielen Sportvereinen. Dort bemüht man sich, den Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurde, die Zeit zu verschönern. Der Landessportbund NRW fördert nun dieses Engagement mit 211 000 Euro.

„Sport für Flüchtlinge in NRW“ heißt die Kampagne des Landessportbundes, mit der man die Integration der Flüchtlinge in ihrer neuen oder vorübergehenden Heimat fördern will.

„Viele Menschen sind aktuell zur Flucht gezwungen, weil sie aufgrund ihrer politischen oder religiösen Einstellung oder der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Volksgruppe in ihren Heimatländern verfolgt werden“, schreibt der Kreissportbund Soest auf seiner Homepage.

Bereits am vergangenen Samstag lud der TSV Rüthen als einer der elf geförderten Vereine die Flüchtlinge aus der Rüthener Unterkunft zu einem multikulturellen Fest an den Schneringer Berg ein (wir berichteten im Lokalteil).

„Das Willkommensein und die frühzeitige Integration von Neuzugewanderten sind wichtige Voraussetzungen für ein respektvolles und friedliches Zusammenleben auch im Kreis Soest“, betont auch der KSB.

Auch der Soziale Sportclub Soest hat sich die Integration auf die Fahnen geschrieben und bietet den Flüchtlingen an, sich in den unterschiedlichen Abteilungen des Vereins zu betätigen. „Wir als SSC Soest haben bei der Gründung des Vereins in unserer Satzung fest verankert, einkommensschwachen Menschen eine Teilhabe am Sport zu ermöglichen. Durch die Flüchtlingsströme der letzten Wochen und Monate musste unsere Satzung erweitert und angepasst werden“, erklärt Heinrich Bathen, Geschäftsführer des Soester Vereins und ergänzt, „dass wir als Verein ein deutliches Willkommenszeichen senden, um diesen Menschen die Teilhabe an unserem breitgefächerten Sportangebot zu ermöglichen. Wir sind der Meinung, dass der Sport Brücken bauen und Ausgrenzung verhindern kann.“

Bereits Anfang März stellte der Landessportbund den geförderten Vereinen jeweils 4150 Euro zur Verfügung. Diese werden an die 471 geförderten Vereine in NRW verteilt. „Um diesen Menschen das Ankommen in der hiesigen Gesellschaft zu erleichtern und sie willkommen zu heißen,“ heißt es in der Mitteilung des Kreissportbundes.

In Rüthen war die erste Aktion ein voller Erfolg. Hunderte Flüchtlinge nahmen die Gelegenheit wahr, um auf dem Kunstrasen die Sorgen des Alltags zu vergessen und sich sportlich zu betätigen. Eine Wiederholung des Fußballturniers ist bereits beschlossen und soll im Sommer stattfinden.