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"Soester Mannschaft hat kaum Schwachstellen"

28.01.2010 | 19:00 Uhr
"Soester Mannschaft hat kaum Schwachstellen"

Warstein/Soest. Es waren zwischen beiden Mannschaften fast immer enge und hartumkämpfte Spiele. Auch das Hinspiel zwischen dem VfS Warstein und dem Soester TV II wurde erst drei Sekunden vor Schluss durch einen verwandelten Siebenmeter zugunsten der STV-Reserve (38:37) entschieden.

Überragender Akteur damals war Niko Thomanek, Sohn des Warsteiner Trainers Heinz Thomanek, der die Hälfte aller Soester Tore warf. Ob dem STV-Spielmacher dieses Kunststück auch im Rückspiel am morgigen Samstag (Anwurf ist um 19.15 Uhr in der Sporthalle des Börde-Berufskollegs in Soest) gelingt, darf zumindest bezweifelt werden. Vor dem mittlerweile sechsten Derby zwischen beiden Mannschaften sprach unsere Zeitung mit den beiden Trainern Heinz Thomanek (VfS Warstein) und Bernhard Müller (Soester TV II).

Frage: Ist dieses Derby immer noch ein besonderes Spiel oder eines wie jedes andere?

Heinz Thomanek: Spiele gegen Soest haben immer ihren besonderen Stellenwert. So ist es auch dieses Mal. Die Konstellation ist diesmal aber besonders brisant, weil wir noch mittendrin sind im Aufstiegsrennen und uns sicherlich keinen Ausrutscher mehr erlauben dürfen. Ich erwarte deshalb wieder eine hochmotivierte Soester Mannschaft, die uns erneut alles abverlangen wird.

Bernhard Müller: Es ist ein Derby. Da brauche ich meine Jungs nicht groß zu motivieren.

Frage: Wo liegen die Stärken/Schwächen des Gegners?

Thomanek: Soest verfügt über eine sehr eingespielte Mannschaft mit technisch und taktisch sehr gut ausgebildeten Handballern. Vom Potenzial her müsste diese Mannschaft eigentlich noch weiter oben stehen. Einziges Manko ist vielleicht die Wurfkraft aus dem Rückraum. Ansonsten sehe ich kaum Schwachstellen.

Müller: Warsteins ganz große Stärke liegt sicherlich in der Besetzung der beiden Halbpositionen im Rückraum. Da gibt es in der Landesliga kaum Bessere. Die beiden könnten problemlos ein oder zwei Ligen höher spielen. Schwachpunkt ist meiner Meinung nach die Deckungsarbeit. Die wirkte im Hinspiel doch ein ums andere Mal etwas träge. Aber das ist ja kein großes Geheimnis. Dass weiß Heinz selber am besten.

Frage: Wie lautet die Zielsetzung für den weiteren Saisonverlauf?

Thomanek: Wir versuchen, so lange wie möglich oben dran zu bleiben. Ein Aufstieg hängt aber von vielen Faktoren ab. Man kann so etwas nicht planen.

Müller: Für uns kann es nur noch darum gehen, die Saison anständig zu Ende zu bringen und den einen oder anderen Großen noch zu ärgern. Vom Potenzial her wäre sicherlich mehr möglich gewesen, aber unser Hauptproblem ist und bleibt die magere Trainingsbeteiligung.

Thorsten Heinke

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