„Sind im Training auch mal angeeckt“

Nimmt am Samstag zum vorerst letzten Mal auf der Trainerbank Platz: Matthias Sellmann.
Nimmt am Samstag zum vorerst letzten Mal auf der Trainerbank Platz: Matthias Sellmann.
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Warstein..  Zwei Jahre sind wie im Flug vergangen, nun heißt es endgültig Abschied zu nehmen. Matthias Sellmann sitzt am kommenden Samstag (16 Uhr) zum letzten Mal auf der Trainerbank der Handball-Damen des VfS Warstein. Vorab sprach unsere Zeitung mit dem scheidenden Coach über die Erfolge unter seiner Regie und über die Zukunft als Trainer sowie Spieler.


Frage: Zum Saisonabschluss geht es für Dich und die Mannschaft nach Sundern. Ein Spiel, indem es sportlich um nichts mehr geht. Dennoch wird sicherlich eine Menge Wehmut mit im Spiel sein, oder?
Matthias Sellmann: Auf jeden Fall. Es waren zwei schöne Jahre. Ich bin als Grünschnabel zur Mannschaft gekommen. Die Mädels haben eher mich geformt als andersherum. Sicherlich sind wir im Training auch mal angeeckt, aber das ist doch völlig normal. Die Mannschaft hat zwei Jahre lang super mitgezogen, mit dem Aufstieg letzte Saison als Krönung. Das bleibt unvergesslich.


Wie siehst Du die Mannschaft zukünftig denn aufgestellt für die Bezirksliga?
Zunächst einmal muss man sagen, dass wir uns in vielen Spielen in dieser Saison unter Wert verkauft haben. Da wäre sicherlich noch eine bessere Platzierung am Ende möglich gewesen. Dass das nicht geklappt hat, hat zum einen mit den Verletzten zu tun, zum anderen mit der sicherlich nicht immer ganz optimalen Trainingsbeteiligung. Wir haben halt viele Studenten in der Mannschaft, die nur sehr unregelmäßig Woche für Woche trainieren können. Da fehlen halt in den paar Spielen ein paar Prozent. Aber alles in allem können wir sehr zufrieden sein. Wir haben den Klassenerhalt vor dem letzten Spiel unter Dach und Fach gebracht. Das war das erklärte Ziel im Vorfeld der Saison.


Neben Hannah Bittern, die mittlerweile in Lübeck wohnt, müssen eventuell die Abgänge weiterer Leistungsträgerinnen nach dieser Saison kompensiert werden. Wie sind diese aufzufangen?
Ich hoffe, dass die erfahrenen Spielerinnen weiter bei der Stange bleiben. Sicherlich haben wir auch einige hoffnungsvolle Nachwuchstalente, wie eine Amrei Rüther oder eine Carina Eickhoff, in der Hinterhand. Aber sie brauchen einfach noch ein bisschen Zeit, um diese Lücken schließen zu können. Für uns als Mannschaft war es ein Glücksfall, dass eine Anika Wohlmeiner beispielsweise wieder nach Warstein gezogen ist. Sie hatte großen Anteil an den Erfolgen in den letzten beiden Jahren.


Wie geht es denn mit dem Trainer und Spieler Matthias Sellmann weiter?
Den Handball lasse ich mir nicht nehmen. Das ist klar. Sicherlich werde ich noch bei der Zweiten oder Dritten aktiv dabei sein, wenn es die Zeit zulässt. An dieser Stelle auch noch einmal ein herzliches Dankeschön an meine Arbeitskollegen, die oft mit mir meine Schichten getauscht haben, damit ich dem Trainerjob nachgehen konnte. Das ist nicht selbstverständlich, und dafür gilt es an dieser Stelle, einfach mal Danke zu sagen.