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2. Fußball-Bundesliga

SC Paderborn wartet auf Entscheidung von Proschwitz und Lösung in der Trainerfrage

02.07.2012 | 15:59 Uhr
Wie lange bleibt er noch? Ein Abgang von Paderborns Torjäger Nick Proschwitz scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Foto: Georg Giannakis/WP

Warstein/Paderborn.   Vermutlich spräche Michael Born gerne noch einen Augenblick länger einfach nur über das Spiel, über den standesgemäßen 13:0 (4:0)-Sieg des SC Paderborn gegen eine Warsteiner Stadtauswahl. Doch bereits bei der Auflistung der Torschützen huscht dem Manager des Fußball-Zweitligisten ein gequältes Lächeln über das Gesicht.

Sieben der dreizehn Treffer erzielte Nick Proschwitz bei seinem ersten Einsatz nach einer Verletzungspause. „Tja...“, sagt Born nur. Sein folgendes Schweigen spricht Bände. Bis Sommer 2013 läuft der Vertrag des Stürmers mit den Ostwestfalen noch. Damit der Torschützenkönig der vergangenen Saison den Verein nicht ablösefrei verlassen kann, muss er bis Ende August transferiert oder sein Konktrakt verlängert werden.

„Wenn ich ihm das vorschlage, lacht mich Nick aus“, sagt Born zum Thema Vertragsverlängerung sarkastisch. Heißt: Die Gespräche mit dem 25-Jährigen drehen sich einzig darum, zu welchem Bundesligisten dieser wann und für welche Ablösesumme wechselt. „Das einzig Gute für uns ist, dass er keine Ausstiegsklausel besitzt“, sagt Born. Angebote liegen etliche vor. Eines kommt laut Born vom Erstliga-Aufsteiger SpVgg Greuterfürth.

Etwas länger als Angebotsliste für Proschwitz war ­jene, auf der Born und Präsident Wilfried Finke die Namen der möglichen Nachfolger von Roger Schmidt als Cheftrainer notiert hatten. Schmidt bat vergangene Woche überraschend um seine Vertragsauflösung. Er konnte dem verlockenden Angebot von RB Salzburg nicht widerstehen. Seitdem rauchen in der Vereinsführung des SCP die Köpfe bei der Frage: Wer kann Schmidt adäquat ersetzen?

SC Paderborn hautnah in Suttrop

Nach Gesprächen mit etwa 15 Kandidaten in Finkes Anwesen auf Mallorca blieben zwei, drei in der engeren Auswahl. „Ich wiederhole mich“, sagte Born in Warstein, „aber wir brauchen nicht die schnellste, sondern die beste Lösung.“ Damit meint er: Der Trainer müsse ins Profil des SC Paderborn passen - so wie der abgesprungene Erfolgscoach Roger Schmidt.

Alexander Zorniger von der SG Großaspach ein Trainerkandidat

Einer von vielen gehandelten Namen ist der von Alexander Zorniger. Der 44-jährige Trainer des württembergischen Vereins SG Sonnenhof Großaspach soll allerdings neben der Paderborner Offerte noch eine zweite attraktive vorliegen haben. Das für den Wochenbeginn anberaumte offizielle Mannschaftsbild, sagte der SCP vorsichtshalber ab.

 „Ohne Trainer macht so etwas keinen Sinn“, erklärt Born, „obwohl es auch sein kann, dass wir bis Montag eine Entscheidung haben.“ Als der Manager zugibt, aus welcher Ecke der meiste Druck für eine schnelle Lösung der Trainerfrage auf ihn einprasselt, muss er aber doch befreit lachen: „Meine Kinder machen Dampf, den eigentlich sollte mein Urlaub jetzt beginnen.“

Falk Blesken

Spaßspiel gegen SC Paderborn

 



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