Regen- statt Sektduschen: Nasskaltes Wetter verpasst Volkslauf Dämpfer

Rüthen..  37 Jahre lang konnten die Organisatoren und auch die Teilnehmer der begehrten Lauf-Veranstaltung auf Regenschirme und wasserabweisende Kleidungsstücke verzichten. Gestern war dem nicht so. Die 38. Auflage des Rüthener Bibertal-Volkslaufes samt Bergstadt-Marathon fiel buchstäblich ins Wasser.

Die widrigen Bedingungen machten sich zwar in den Starterzahlen deutlich bemerkbar, aber über 300 Aktive sorgten dennoch für spannende Wettkämpfe und trugen dazu bei, dem etablierten Sport-Event einen würdigen Rahmen zu geben.

TSV-Laufwart Clemens Rieger nahm es mit Humor und versuchte lange Zeit, die Zuschauer darum zu bitten, den „Wasserhahn wieder zuzudrehen“. Seine Bemühungen blieben aber größtenteils erfolglos. Erst als sich der erste Marathon-Läufer der Zielgeraden näherte, legte der Regen eine Pause ein. Einzelne Sonnenstrahlen bescherten dem glücklichen Sieger und Bezwinger der 42-Kilometer-Distanz zumindest einen perfekten Zieleinlauf.

Christof Marquardt aus Welver ist der neue Rüthener Marathon-Champion und reiht sich mit einer bemerkenswerten Zeit von 2:42 Stunden in die noch junge Chronik des Bergstadt-Marathons ein. Der 45-jährige Amateur-Läufer, der für den LV Oelde aktiv ist, sorgte erst kürzlich beim Düsseldorf-Marathon für Aufsehen. In 2:38 Stunden flitzte er durch die Rhein-Metropole und holte sich den Titel des Deutschen Meisters.

Unter den heimischen Athleten ragte (wie so oft) Luciene Cramer heraus. Die 40-jährige Warsteinerin sicherte sich in 42:07 Minuten den Sieg über die 10-Kilomteter-Distanz der Damen. Cramer: „Ein Start in Rüthen lohnt sich für mich immer.“