Planungen beim TuS Warstein laufen auf Hochtouren

Szene mit Symbolcharakter: Christian Barkschat (weißes Trikot) rennt sich in der Dorlarer Abwehr fest.
Szene mit Symbolcharakter: Christian Barkschat (weißes Trikot) rennt sich in der Dorlarer Abwehr fest.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Gordan Mijac ist für die Verantwortlichen des TuS Warstein auch ein halbes Jahr nach seinem Wechsel noch ein Buch mit sieben Siegeln. Sein Ausfall in Dorlar erzürnte Trainer Wennemann. Für die kommende Saison könnte es eine Alternative im Sturm geben.

Warstein..  Ein Punkt fehlt dem Fußball-Bezirksligisten TuS Warstein noch, um den Klassenerhalt ganz sicher in der Tasche zu haben. Eine machbare Aufgabe in vier noch ausstehenden Spielen. So laufen die Planungen für die kommende Saison bereits hinter den Kulissen auf Hochtouren. Stürmer Gordan Mijac bleibt dabei ein Mysterium.

Wie für ihn gemacht war das Spiel in Dorlar. Im Minutentakt wäre er mit Pässen und Flanken gefüttert worden, hätte den Torabschluss aus jeder erdenklichen Situation suchen können. Doch Gordan Mijac war nicht da.

„Wir haben das zur Kenntnis genommen“, zuckt Warsteins Vorsitzender Alois Grafe mit den Schultern, als er auf die Absage Mijacs angesprochen wurde. Ob der Stürmer abwanderungswillig ist und den Verein verlassen möchte? Grafe weiß es nicht. „Er ist ein Buch mit sieben Siegeln. In seiner aktuellen Form ist er auf jeden Fall eine Verstärkung für uns und es wäre super, wenn er weiter für uns spielen würde. Aber er muss auch mitmachen.“ Der Vorstand wird noch einmal das Gespräch mit dem Kroaten suchen, um herauszufinden, was ihn bewegt.

Der Ausfall von Mijac verdeutlichte in Dorlar das Hauptproblem der Warsteiner: Sie sind von einzelnen Spielern zu abhängig. Es fehlt die Tiefe im Kader. Fällt Mijac aus, fehlt vorne ein Torjäger. Fallen Schamne und Hohlweck aus, muss Trainer Marco Wennemann in der Innenverteidigung improvisieren. Das wurde am Sonntag in Dorlar einmal mehr deutlich. Gerade auf der sensiblen Innenverteidigerposition machen sich diese Umbauten schnell bemerkbar, wie die eklatanten Abwehrfehler in Dorlar verdeutlichten.

In der nächsten Saison soll sich das ändern. Drei Neuzugänge stehen fest. „Die Namen werden wir jedoch erst nach der Saison bekannt geben“, betont Alois Grafe. Dass es sich bei einem dieser Neuzugänge um Philipp Grafe handeln könnte, wollte Papa Alois nicht bestätigen. „Ja klar, eine Rückkehr von Philipp ist immer ein Thema bei uns“, betont Grafe. Vor der Saison ging der Stürmer zum SuS Bad Westernkotten.

Die Mannschaft steht an der Tabellenspitze und wird in die Landesliga aufsteigen. Dennoch ist Philipp Grafe unzufrieden. Nach gutem Start kam er nicht mehr über die Rolle eines Ergänzungsspielers hinaus.

„Er hat dort nicht die Spielanteile, die er sich versprochen hat“, erklärt der 1. Vorsitzende. Da Philipp Grafe auch noch keine Zusage für die kommende Saison gegeben hat, liegt es auf der Hand, dass der Warsteiner zurück zu seinem Heimatverein kehrt.