Nächster VfS-Gegner bringt HSV Werdohl in Bedrängnis
07.02.2012 | 17:10 Uhr 2012-02-07T17:10:00+0100
Warstein. Langeweile kommt in der Handball-Landesliga nicht auf. So musste sich Spitzenreiter HTV Sundwig/Westig am 15. Spieltag mit einem 34:34-Remis bei der HSG Schwerte/Westhofen begnügen. Der TV Halingen - nächster VfS-Gegner - ärgerte beim 29:30 die HSV Werdohl.
HTV-Trainer Arnd Wefing war nicht nur, weil beim letzten Angriff die Zeit nicht angehalten wurde, deshalb Kleins zehnter Treffer keine Anerkennung mehr fand, sauer auf die Unparteiischen: „So eine schwache Schiedsrichterleistung habe ich selten gesehen.“ Aber auch die Hausherren haderten mit dem Gespann, weil ein Fußfehler in der Schlussminute übersehen wurde, so der HTV durch den bärenstarken Klein nochmals in Führung gehen konnte, ehe der überragende Höntsch ausglich.
HSG Schwerte/Westhofen zeigt tolle Moral
„Ich kann vor der Moral der Mannschaft nur den Hut ziehen“, lobte HSG-Coach Niclas Kohl seine Truppe, die beim 6:11 und 13:17 schon deutlich hinten lag und nur beim 28:27 kurz vorlegen konnte. Als Klein und Zenka an die Kette gelegt waren, sorgten Ex-Profi Förderer und Schulte dafür, dass der HTV nie in Gefahr geriet, beide Zähler und damit die Tabellenführung abzugeben.
Um ein Haar wäre Hauptverfolger HSV Werdohl/Versetal selbst gestolpert, denn das 30:29 über den TV Halingen, nächster Gegner des VfS Warstein , kam äußerst glücklich zustande. „Wir haben eine Menge blauer Augen angesammelt und selten so unverdient gewonnen“, räumte HSV-Trainer Kai Henning ein. Als Matchwinner durfte sich Lohmann feiern lassen, der per Doppelschlag die bis zum 28:29 stets führenden Halinger mit leeren Händen heimreisen ließ.
Starke Deckungsleistung des TV Halingen
Trotzdem war Coach Christoph Gutzeit keineswegs angefressen, hob die starke Deckungsleistung ab dem 9:9 hervor, in der es seiner vor allem defensiv überzeugenden Mannschaft gelang, sich auf 15:10 und 25:21 (41.) abzusetzen. Doch wie schon gegen Ende der ersten Hälfte kämpfte sich die HSV heran, profitierte zudem nach TVH-Ansicht von einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen. Strotkötter gelang zwar in doppelter Unterzahl noch das 28:29, aber das letzte Wort hatte Lohmann.
Die SG Schalksmühle-Halver II muss nach ihrem 28:30 gegen Aufsteiger HSG Hohenlimburg mehr denn je befürchten, zum zweiten Mal hintereinander abzusteigen. Zwar zahlte sich qualitätsmäßig aus, dass Chefcoach Mathias Grasediek das Team lenkte, während Spielertrainer Jörg Klose zwischen den Pfosten ging. Doch seine Paraden reichten nur, um mit einem 23:19-Vorsprung in die letzten 18 Minuten zu gehen.
HSG Hohenlimburg steigert sich in Defensive
Nach dem 26:24 (47.) steigerte sich Hohenlimburgs Defensive, wurde plötzlich Keeper Blömer zum großen Rückhalt und blieb acht Minuten ohne Gegentor, was seine Vorderleute zum 26:28 nutzten. Knuths Siebenmeter zum 28:29 (59.) sorgte nochmals für Spannung, aber nach der Antwort durch Routinier Becker durften die zahlreich mitgereisten HSG-Fans einen Sieg und den Sprung der Landsiedel -Schützlinge auf Rang sieben bejubeln.
Trotz des glatten 33:26-Erfolges über „Favoritenschreck“ VfL Eintracht Hagen III kam beim Tabellendritten RE Schwelm wenig Freude auf. „Wir können uns bei Torhüter van Oepen und dem Gegner bedanken“, ärgerte sich Spielertrainer Christian Wojtek über die vielen freien Würfe für den Gast, der sich aber insgesamt 47 Fahrkarten plus vier vergebene Siebenmeter leistete, letztlich das Fehlen von Wolf (kurzfristige Indien-Reise) nicht kompensieren konnte.
HSG Wetter/Grundschöttel neues Schlusslicht
Auch der ASC Dortmund zeigte beim 25:20 über das neue Schlusslicht HSG Wetter/Grundschöttel keinen handballerischen Leckerbissen. Trainer Hendrik Ernst war nur mit der Defensivarbeit und der Durchsetzungsfähigkeit von Youngster Polinski zufrieden.
Die Gäste kämpften verbissen, gerieten aber nach dem 9:9 durch eine wie schon so oft schwache Phase direkt vor und nach der Pause mit 13:17 ins Hintertreffen und konnten, zumal Bonnermann die Rote Karte sah, keine Wende herbeiführen.

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