Kurze Stippvisite in der Heimat

Versucht durch Trainingseinheiten wieder in Form zu kommen: Am kommenden Montag startet Jan-Lennard Struff beim ATP-Turnier in Marseille.
Versucht durch Trainingseinheiten wieder in Form zu kommen: Am kommenden Montag startet Jan-Lennard Struff beim ATP-Turnier in Marseille.
Foto: Getty Images

Suttrop..  Auckland, Melbourne, Montpellier und Rotterdam standen zum Start ins neue Tennis-Jahr auf seinem Reiseplan. Und diese Woche dann Suttrop. Via Facebook hatte Jan-Lennard Struff am Wochenende die Rückkehr in die Heimat angekündigt, um nach dem Saisonstart zu trainieren und sich für die kommenden Aufgaben fit zu machen. Wie die aussehen? Dem ATP-Turnier in Marseille folgt eine weitere Trainingswoche, dann würde schon der Davis-Cup anstehen – sollte Struff denn nominiert werden.

Zunächst aber der Kurzbesuch in der Heimat: „Es ist gut, wenn man nach den Reise-Strapazen mal wieder zurückkehren kann. Allerdings bleibt nicht so viel Zeit“, erzählt der Tennisprofi. Wie auch am Mittwoch nicht. Telefonisch ist er nach einem langen Trainingstag in Kamen, wo er sich aktuell fit macht, zu erreichen: „Ich möchte vor allem gut arbeiten. Dann hoffe ich, wieder angreifen zu können“, sagt der 24-Jährige, der einen durchwachsenen Saisonstart hinter sich hat. Mit der Vorbereitung war er zufrieden, schließlich hatte er im ersten Match des Jahres in Doha überraschend die deutsche Nummer eins, Philipp Kohlschreiber, geschlagen. Struff schaffte es daraufhin bis ins Achtelfinale – wie auch eine Woche später in Auckland. Beim ersten großen Highlight des Jahres, den Australian Open, gab es dann aber die Ernüchterung: das Erstrunden-Aus wie schon im Vorjahr. „Ich war gut vorbereitet auf die Australian Open. Mit dem Spiel dort bin ich aber nicht zufrieden und natürlich enttäuscht, dass ich die erste Runde nicht überstanden habe“, berichtet Struff am Telefon.

Struff: „Trainer wird entscheiden“

Erhöhter Druck also, bevor Ende Februar das Davis-Cup-Team nominiert wird. Ob Struff dabei ist, bleibt die große Frage: „Nein, das weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Das wird der neue Trainer entscheiden müssen.“

Seit gestern steht fest, dass das Michael Kohlmann sein wird. Als Berater kehrt „Niki“ Pilic ins Davis-Cup-Team zurück. Der ehemalige Teamchef Carsten Arriens war erst Anfang Februar entlassen worden. „Mich hat es überrascht, dass es so kurzfristig vor dem Davis-Cup passiert ist“, sagt Struff dazu.

Dass sein Besuch ausgerechnet in die Karnevalswoche fällt, hat aber nichts zu bedeuten. „Wann ist jetzt genau Karneval?“, fragt Struff. „Ich bin nicht so der Karneval-Fan.“ Deswegen verlässt er am Samstag auch schon wieder die Heimat in Richtung Frankreich. Am 16. Februar startet Struff beim ATP-Turnier in Marseille – und hofft, dann wieder zu alter Stärke zurück zu finden.