Kirsch: „Der Verein, das Umfeld passt zu mir“

Bilden auch in der nächsten Saison das Allagener Trainergespann: Sebastian Wessel (links) und Elmar Kirsch (rechts).
Bilden auch in der nächsten Saison das Allagener Trainergespann: Sebastian Wessel (links) und Elmar Kirsch (rechts).
Foto: WP

Allagen..  Er fieberte lautstark mit, nach Einschätzung von Frank Hering wohl ein bisschen zu lautstark: Allagens Co-Trainer Elmar Kirsch (musste am Sonntag zuschauen wegen einer Gelbsperre) erlebte fast die komplette zweite Halbzeit beim Unentschieden gegen Kirchhundem hinter der Bande mit. Dorthin hatte ihn der Unparteiische aus Hamm geschickt, nachdem sich Kirsch vehement über eine Entscheidung des Schiedsrichters beschwert hatte.

„Der Schiri wäre lieber auf dem Sofa geblieben“, sagte der 34-jährige Abwehrchef einen Tag nach seiner Verbannung vom Spielfeldrand. Kirsch: „Er hat viele unglückliche Entscheidungen getroffen.“ Eine davon: Das absolut reguläre Tor von FCK-Stürmer Samir Selimanjin fünf Minuten vor Schluss. Kirsch ehrlich: „Ein Treffer, den der Schiedsrichter geben muss. Ich stand ja genau auf der Höhe, wo die Flanke reingeschlagen wurde. Das war nie und nimmer Abseits. Glück für uns.“

Nach dem Spiel gab Stadionsprecher Rüdiger Roderfeld die Vertragsverlängerung mit Elmar Kirsch bekannt. Somit bildet der 34-Jährige auch in der nächsten Saison das Trainergespann mit Sebastian Wessel. „Ich habe mir für meine Entscheidung ganz bewusst soviel Zeit gelassen“, sagt Kirsch. „Die Überlegung war, ob ich vielleicht jetzt im Sommer schon als Trainer irgendwo einsteige oder noch das eine Jahr in Allagen als Co-Trainer dranhänge. Letztendlich habe ich mich für Allagen entschieden, weil der Verein, das Umfeld einfach zu mir passt. Sebastian und ich sehen unsere Arbeit jetzt noch nicht beendet, wollen auch in diesem Jahr weiterhin versuchen, jeden einzelnen Spieler weiter zu entwickeln. Und nebenbei macht die Arbeit mit den Jungs richtig viel Spaß.“

Ob Elmar Kirsch nach dieser Spielzeit seine Fußballschuhe an den berühmt berüchtigten Nagel hängen wird, lässt der 34-Jährige zunächst offen. Kirsch: „Eigentlich dürfte ich wegen meines Knorpelschadens im Knie schon lange kein Fußball mehr spielen. Aber irgendwie fällt es mir schwer, aufzuhören. Man wird sehen, was im Sommer passiert.“

Auch auf ein konkretes Ziel in der Saison 2015/16 will sich Elmar Kirsch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festlegen: „Wer weiß, welche Spieler neu dazukommen. Priorität hat jetzt zunächst einmal, dass wir nicht absteigen. Und das sieht bei zehn Punkten Vorsprung auf Nuhnetal ja gar nicht so schlecht aus. Aber endgültig gerettet sind wir noch nicht.“