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Kecker Aufsteiger entzaubert den VfS

30.10.2011 | 23:14 Uhr
Kecker Aufsteiger entzaubert den VfS
HB-Landesliga: VfS Warstein - HSG Hohenlimburg 24:27 (15:13)

Warstein.Vier Spiele lang waren sie neben dem Titelfavoriten HTV Sundwig/Westig die dominierende Mannschaft in der Landesliga, ehe ein keck aufspielender Gegner daher kam und den Handballern des VfS Warstein die Grenzen aufzeigte.

In der nahezu ausverkauften Dreifachturnhalle, darunter 100 Fans aus Hohenlimburg, unterlagen die Schützlinge von Trainer Michael Schorlemer dem frechen Aufsteiger aus dem Hagener Stadtteil mit 24:27 (15:13), kassierten damit ihre erste Saisonniederlage, und auch aus der im Vorfeld anvisierten Tabellenführung, bei einem Sieg hätten die Warsteiner den HTV Sundwig/Westig von Platz eins verdrängt, wurde nichts.

Während die HSG mit ihren Fans nach der Schlusssirene den (unerwarteten) Auswärtssieg fast wie den Gewinn einer Meisterschaft feierte, versuchte VfS-Coach Michael Schorlemer die erste Saisonniederlage in seiner gewohnt sachlichen Art zu analysieren: „Hohenlimburg hat richtig stark gespielt. Unsere schwache Offensive hat heute das Spiel entschieden. In den entscheidenden Situationen haben wir immer wieder den Faden verloren. Wir werden die Niederlage aufarbeiten und versuchen es im nächsten Spiel besser zu machen.“

Zwar gehörte die Anfangsphase der intensiv geführten Begegnung in der Dreifachturnhalle den Gastgebern, doch die Hereinnahme von Torwart Lars Blömer war so etwas wie die Initialzündung für die Gäste. Auch bei Warstein gab es früh einen Wechsel auf der Torhüter-Position. Dieser machte sich auch bezahlt, denn Christian Petig war gleich hellwach und parierte unter anderem einen Siebenmeter von HSG-Linkshänder Faruk Brahimi.

Zwar gingen die Warsteiner mit einer Zwei-Tore-Führung in die Halbzeitpause, bauten diese kurz danach sogar auf 16:13 aus, doch die HSG ließ sich - im Stile einer Spitzenmannschaft - nicht aus der Ruhe bringen, auch nicht durch die Verletzung des neben Brahimi überragenden Felix Bauer, der trotz Knieverletzung die letzten Minuten noch einmal (humpelnd) aufs Spielfeld zurückkehrte und sich nachher von den Fans auf Händen tragen und feiern ließ.

Den Gastgebern gelang durch Philipp Schmitt in der 52. Minute die letztmalige Führung in diesem Spiel (24:23). Hohenlimburg kam jedoch erneut zum Ausgleich und durch zwei Tore von Faruk Brahimi (eins von Außen, eins per Siebenmeter) zweieinhalb Minuten vor Schluss zu einer 26:24-Führung. Der VfS versuchte alles, ging in die offene Manndeckung über und wurde dafür mit dem 24:27 bestraft.

Michael Schorlemer war frustriert: „Man muss Abstriche machen. Einige, wie mein Sohn Lars, konnten drei Wochen wegen Studium nicht trainieren. Das macht sich dann schon, vor allem von der Kraft her, gerade gegen Ende des Spiels bemerkbar.“
VfS - Hohenlimburg24:27

VfS Warstein: Hölter; Petig; Mues (3), Gericke (2), Manderfeld, Litz, Ristovic (7), Sobkowiak, Furmaniak (2), Schorlemer (5), Schmitt (3), Aslan (2).

Thorsten Heinke

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