Jan- Lennard Struff bei Gerry Weber Open früh raus

Jan-Lennard Struff muss zwei Wochen vor Wimbledon eine weitere Niederlage hinnehmen.
Jan-Lennard Struff muss zwei Wochen vor Wimbledon eine weitere Niederlage hinnehmen.
Foto: dpa

Halle/Suttrop..  Die Saison von Jan- Lennard Struff bleibt verkorkst. Auch bei den Gerry Weber Open in Halle musste sich der Suttroper Tennisprofi gestern Mittag in der ersten Runde gegen den Münchener Florian Mayer verabschieden. 2:6, 6:0, 6:7 (5:7) hieß es am Ende des hart umkämpften Matches auf dem Center Court.

Es ging alles ganz schnell. Kaum war das Match vorbei, packte Jan- Lennard Struff seine Tasche und verschwand aus dem imposanten Stadion in Halle. Zumindest die netten Worte von Florian Mayer dürfte er noch mitbekommen haben.

„Es tut mir unendlich leid für Jan- Lennard. Er ist ein sehr fairer Sportsmann und ein super Spieler“, sagt der 32-Jährige nach dem Match. Ein schwacher Trost für Struff, der seine 20. Niederlage in diesem Jahr kassieren musste. „Ich bin nicht gut ins Match reingekommen“, gesteht der 25- Jährige nach dem Match. Struff tat sich bereits beim ersten Aufschlagspiel äußerst schwer. Nach einer schnellen 40:0- Führung gelang Mayer noch der Einstand, Struff gewann knapp.

Mayer brachte seinen Service souverän durch und holte sich im Anschluss das Break von Struff. Ein doppelter Fußfehler kostete Struff das Spiel. So etwas passiert dem Suttroper eigentlich äußerst selten. Es zeigte, wie unkonzentriert Struff im ersten Satz gegen den nicht übermäßig stark spielenden Mayer agierte. Mit 2:6 nach 26 Minuten war der erste Satz schnell verloren und alles deutete auf ein kurzes Match vor den ca. 2000 Zuschauern hin.

Doch Struff ist ein Kämpfer und kam eindrucksvoll zurück. Ein zu langer Schritt von Florian Mayer sorgte für ein schmerzverzehrtes Gesicht bei Florian Mayer, der nun Probleme zu haben schien. Struff war zur Stelle und fertigte den Münchener auf beeindruckende Art und Weise mit 6:0 vom Platz. „Ich habe mich sehr kraß gesteigert im Vergleich zum ersten Satz“, analysiert Struff, der die anfängliche Schläfrigkeit nicht erklären kann. „Ich weiß nicht, warum ich so schlecht reingekommen bin. Ich habe einfach schlecht gespielt“, gesteht Struff ehrlich.

Nun sahen die Zuschauer, unter ihnen auch zahlreiche Warsteiner, die Struff lautstark anfeuerten, ein offenes und spannendes Match mit vielen starken Ballwechseln zwischen den beiden Deutschen. Struff startete nach dem 6:0 im zweiten Satz schlecht, kassierte direkt wieder ein Break, doch das Re- Break gelang zum Stand von 3:3. Beide brachten nun ihren Service durch, sodass die Entscheidung im Tie Breka fallen musste. Wieder startet Struff suboptimal und kassiert direkt ein Mini-Break. Mayer spielt seine gesamte Routine aus und lässt Struff zunächst beim 0:4 und 1:5 kaum eine Chance. Doch wieder kämpft sich Struff heran, verkürzt auf 4:5, muss aber danach zusehen, wie Mayer mit seinen letzten beiden Aufschlägen nach 91 Minuten und 37 Sekunden den ersten Matchball des Spiels verwandelt.

„Der dritte Satz war ausgeglichen, am Ende war es ziemlich knapp“, weiß Struff, der aber auch das Positive sieht: „Ich habe kein schlechtes Match gezeigt, am Ende haben Kleinigkeiten entschieden“, betont der Sutroper. Immerhin war Mayer mal die Nummer elf der Welt.

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