„In keiner Phase echte Siegchance“
12.02.2012 | 21:29 Uhr 2012-02-12T21:29:00+0100
Halingen.Generalprobe zwei Wochen vor dem Derby gegen Arnsberg (25. Februar) verpatzt: Handball-Landesligist VfS Warstein kassierte bereits seine dritte Niederlage in diesem Jahr. Allerdings hatte Trainer Michael Schorlemer das 30:37 (13:17) beim heimstarken TV Halingen im Vorfeld, wenn auch nicht unbedingt in dieser Höhe, einkalkuliert.
Denn den Warsteinern fehlten mit Lars Schorlemer, Sebastian Mues, Philipp Schmitt, Tobias Nagel und Jonas Litz gleich fünf Stammkräfte. So musste der gerade erst aus der eigenen Jugend hochgeschriebene Jannik Becher (17) ins kalte Wasser geworfen werden, verletzte sich zu allem Überfluss auch noch Lino Gericke Mitte der zweiten Halbzeit und musste mit Verdacht auf Bänderverletzung ausgewechselt werden.
„Das erwartete Debakel ist zum Glück ausgeblieben. Die Jungs, die zur Verfügung standen, haben ihre Sache ordentlich gemacht. Unter diesen Voraussetzungen war einfach nicht mehr drin. Der Halinger Sieg geht vollauf in Ordnung. Wir hatten in keiner Phase des Spiels eine echte Siegchance“, analysierte VfS-Coach Michael Schorlemer nach 60 eher einseitigen Minuten in der Halinger Mehrzweckhalle.
Der Gastgeber zeigte von Anfang an den nötigen Biss und beeindruckte damit den VfS, bei dem sechs (!) Spieler nicht älter als 20 Jahre waren. Ein herausragendes Spiel auf Warsteiner Seite machte einmal mehr der Serbe Boban Ristovic, mit seinen 30 Jahren die Leitfigur in einer blutjungen Warsteiner Mannschaft. Zumindest Ristovic gelang an diesem Abend (fast) alles – unter anderem ein Tor vom Kreis mit links. Von seinen Teamkollegen konnte man das nicht unbedingt behaupten.
„In der Anfangsphase haben wir bis zum 6:6 gut mitgehalten, doch nach dem 10:6 für Halingen war ein Bruch in unserem Spiel“, berichtete VfS-Vize Andreas Kückmann nachher. Halingen nutzte die Warsteiner Schwächephase und zog bis zur Pause auf 17:13 davon.
Auch im zweiten Durchgang blieben die Gutzeit-Schützlinge Herr im Haus, auch weil Ristovic immer besser wirkungsvoll bekämpft wurde. „Wir haben das Spiel definitiv nicht im Angriff verloren. 30 Tore in Halingen, bei unserer dünnen Personaldecke, sind eine echte Hausnummer. Nur leider haben unsere Jungs in der Abwehr nicht gegenhalten können. Die Niederlage ist kein Beinbruch“, so Kückmann.
TV Halingen: Swiecznik; Warland (4), Strotkötter (10), Granitza (2), Mick (1), Dodt (7), Bichmann (3), Hennemann (4), Jurek (1), Stamm, Manger (1), Ammelt (4).
VfS Warstein: Hölter, Petig; Becher, Furmaniak (2), Sobkowiak, Ristovic (13), Gericke (4/2), Aslan (4), Manderfeld (5), Grunwald (2).

0mitdiskutieren