VfS Warstein
Heinz Thomanek: Überflüssige Minuspunkte
23.01.2010 | 01:37 Uhr 2010-01-23T01:37:00+0100
Warstein. Die Hinrunde in der Handball-Landesliga ist beendet, der VfS Warstein steht mit 20:6-Punkten und 444:406-Toren auf einem bemerkenswerten dritten Tabellenplatz.
Vor dem ersten Rückrundenspiel am Samstag gegen die DJK Westfalia Welper (Anwurf: 19.45 Uhr, Dreifachhalle) sprach unsere Zeitung mit VfS-Coach Heinz Thomanek über das bisherige Abschneiden.
Herr Thomanek, sind Sie zufrieden?
Heinz Thomanek: Angesichts der Umstrukturierung mit den vielen jungen Leuten, die wir neu hinzubekommen haben, kombiniert mit meinen erfahrenen Spielern, haben wir eine gute Saison gespielt. Ich persönlich bin mit dem erreichten Tabellenplatz zufrieden, obwohl die sechs Minuspunkte, die wir auf dem Konto haben, eigentlich sehr überflüssig waren, weil wir sie alle in der Schlussphase hinnehmen mussten.
An welche Spiele denken Sie da speziell?
Thomanek: Im Derby gegen Soest haben wir durch einen blöden Siebenmeter in der Schlussphase verloren, da hätten wir zumindest ein Unentschieden herausholen können. Den Punktverlust in Arnsberg hätten wir uns mit mehr Cleverness und größerer Konzentration ersparen können. Im Spitzenspiel gegen Höchsten haben wir drei Minuten vor Schluss mit drei Toren Unterschied geführt, dann sind wir im letzten Angriff hart gestoppt worden und haben leider keinen Siebenmeter zum möglichen Siegtreffer bekommen. Bei der 41:46-Niederlage in Halden-Herbeck haben wir einen Drei-Tore-Vorsprung innerhalb von anderthalb Minuten leichtfertig verschenkt.
Wer war der Spieler der Hinrunde beim VfS?
Thomanek: Das Kollektiv mit einigen starken individuellen Spielern. Im Prinzip haben alle Jungs zum guten Abschneiden beigetragen.
Wie haben sich die Neuzugänge geschlagen?
Thomanek: Tolle Spiele hat sicherlich Lars Schorlemer gemacht. Nachdem er seine hartnäckige Verletzung überwunden hat, war Lars schnell Dreh- und Angelpunkt unseres Angriffs. Newcomer Lino Gericke hat auf der Rechtsaußenposition überzeugt, wo er sehr frech agiert und eine konstant gute Leistung mit vier, fünf Toren pro Spiel geboten hat. Genauso wie Youngster Jonas Bittern, der immer wieder ins kalte Wasser geworfen worden ist. Mittlerweile hat er auch von der Athletik dazu gelernt. Nicht zu vergessen unsere beide neuen Torhüter.
Was zeichnet Markus Jostes, der vor der Saison vom Regionalligisten Soester TV gekommen ist, im Kasten aus?
Thomanek: Seine einzigartigen Reflexe. Das ist ein richtiger Irrwisch im Tor. Er hat überall seine Hände dazwischen. Markus ist unheimlich schnell und sehr präsent im Spiel und dazu noch ein richtiger Motivationskünstler. Er findet auch in kritischen Situationen immer die richtigen Worte für seine Mitspieler.
Mit welcher Motivation und Zielsetzung geht der Trainer in die Rückrunde?
Thomanek: Unabhängig von der Platzierung wünsche ich mir, dass wir weitere Fortschritte machen. Wir müssen im Angriff den überhasteten Torabschluss ablegen und bei der Deckungsarbeit in der seitlichen Bewegung noch schneller werden. Außerdem müssen wir noch weiter an unserem Tempogegenstoß feilen.
Sie sind jetzt im fünften Jahr als Trainer beim VfS tätig. Existiert immer noch der Traum vom Aufstieg?
Thomanek: Natürlich, ich träume immer. Ich würde mich vor allem für die Jungs freuen. Der Handball-Sport in der Landesliga ist zwar das Hobby von allen Spielern, aber so ein Hobby begleitet sie auch parallel zum Leben. Wenn es uns gelingt weiter um die Meisterschaft mitzuspielen und am Ende vielleicht die Big Points zu machen, dann haben alle Jungs eine schöne, sportliche Phase erlebt.
Kann das in dieser Saison klappen?
Thomanek: Wir haben mit Sicherheit eine Mannschaft, die bis zum Schluss oben mitspielen kann. Das gleiche muss man von Borussia Höchsten, vom TV Arnsberg oder Sundwig-Westig sagen. Das sind alles Mannschaften, die ihre Stärken und Schwächen haben. Letztlich wird in den direkten Duellen das kleine Quäntchen Glück und die Tagesform entscheidend sein.
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