Hasenkämper verkündet Rücktritt

Fußball.  Kreisliga A Lippstadt: TSV Rüthen - TuS Warstein II II 6:0 (1:0). Die Wahrscheinlichkeit beim TSV Rüthen irgend etwas Zählbares mitzunehmen, haben die Reserve-Fußballer des TuS Warstein schon vor der Partie als eher gering eingestuft. Und das (einmal mehr) befürchtete Negativereignis trat sodann tatsächlich ein. Eine 0:6-Packung holte sich das A-Liga-Schlusslicht am Schneringer Berg ab.

Trainer Tobias Hasenkämper begegnete der bitteren Schlappe allerdings mit einer großen Portion Humor: „Immerhin. Wir haben im Vergleich zu letzter Woche drei weniger eingefangen. Ich habe mich mittlerweile an solche Ergebnisse gewöhnt.“

Der 37-jährige Übungsleiter ist in Wirklichkeit aber keinesfalls zu Scherzen aufgelegt. Nach der im gestrigen Derby besiegelten 20. Saison-Niederlage platzte dem TuS-Coach der Kragen: „Ich trete mit sofortiger Wirkung von meinem Posten zurück. Das Fass ist übergelaufen“, erklärte Hasenkämper gestern am späten Abend im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Meiner Meinung nach hätte schon längst etwas passieren müssen. Doch die Signale wurden ignoriert. Es wäre gut gewesen, wenn Spieler aus der Dritten und Vierten die zweite Mannschaft unterstützt hätten. Aber selbst nach der Winterpause geschah nichts“, bemängelte der Coach vor allem das Desinteresse und das Nichthandeln des TuS-Vorstandes und verschafft sich weiter Luft: „Man muss doch eine Reserve stärken. Es kann doch nicht sein, dass man diese Mannschaft einfach im Stich lässt. Ein vernünftiges Training kann seit langem auch nicht stattfinden. Wenn nur fünf, sechs Leute zum Training kommen, dann kann nichts zusammenwachsen.“

Noch gestern Abend informierte Hasenkämper die Mannschaft über seinen Rücktritt und nahm sich zudem vor, mit TuS-Chef Alois Grafe ein klärendes Gespräch zu führen. Dieser war jedoch nicht zu erreichen.