Gute Laune und die Hoffnung sind zurück

Unauffällige Partie: Andre De Luca (rechts) versuchte viel, aber dem Warsteiner Neuzugang gelang wenig.
Unauffällige Partie: Andre De Luca (rechts) versuchte viel, aber dem Warsteiner Neuzugang gelang wenig.
Foto: WAZ

Warstein..  Die gute Laune, sie ist zurück, dazu die Hoffnung auf den Klassenerhalt: Fußball-Bezirksligist TuS Warstein hat sich im Abstiegskampf drei überlebenswichtige Punkte gesichert. Die Wennemann-Elf schlug die Westfalenliga-Reserve des SuS Langscheid/Enkhausen auch in dieser Höhe nicht unverdient mit 5:1 (1:1) und zog damit nach Punkten mit dem TSV Aue-Wingeshausen (3:3 zu Hause gegen Allagen) gleich. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz (FC Nuhnetal) beträgt aus Warsteiner Sicht nur noch zwei mickrige Pünktchen.

Die einen wollten nach dem Schlusspfiff auf dem Herrenberg von einer Wiederauferstehung ihrer Mannschaft sprechen nach zuletzt drei Niederlagen am Stück, etwas realistischer schätzte Trainer Marco Wennemann die Situation ein: „Wir haben gezeigt, dass wir noch leben, müssen dies aber bei den nächsten beiden Auswärtsspielen bestätigen.“ Warsteins nächste Gegner heißen: FC Arpe/Wormbach und TuS Sundern.

Zum Spiel: Bereits in der vierten Minute hatten die Gastgeber ein dickes Osterei im Nest liegen. Ein langer Ball, Warsteins Hintermannschaft war nicht im Bilde, Langscheids brandgefährlicher Stürmer Benjamin Bresser nutzt den Freiraum und lupft die Kugel gefühlvoll über Warsteins Schlussmann Fegler hinweg zum 0:1 ins Tor. Dieser Treffer zeigte Wirkung, auch wenn Warstein durch Gordan Mijac nur drei Minuten später die Ausgleichschance besaß. Nach einer Ecke von De Luca war der Kroate seinem Gegenspieler am zweiten Pfosten entwischt, doch sein Kopfball ging knapp vorbei. Glück hatte die Wennemann-Elf nach gut einer Viertelstunde, als Raphael Verhasselt das Leder nach einem ruhenden Ball an die Latte des Warsteiner Gehäuses knallte. In der Folgezeit aber waren es die Platzherren, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Dank einer feiner Einzelleistung vom immer emsigen Gordan Mijac gelang Warstein noch vor der Halbzeitpause der zu diesem Zeitpunkt längst überfällige Ausgleich (30.). Langscheids Trainer John Braun kritisierte nachher das Verhalten seiner Mannschaft nach dem Führungstreffer: „Da haben wir jegliche Aggressivität in den Zweikämpfen vermissen lassen. Die Warsteiner Stürmer haben das aber auch sehr gut gemacht und ihre Chancen eiskalt genutzt.“

Dieser Trend sollte sich auch im zweiten Durchgang fortsetzen. Warstein brauchte nicht viele Möglichkeiten, um zu seinen Toren zu kommen. Zunächst war es Ahmed Zein Al Dine, der die Gastgeber in der 56. Minute erstmals in dieser Partie mit 2:1 in Führung brachte. Nur zwei Minuten später war es Sturmpartner Gordan Mijac mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag, der den TuS Warstein vom ersten Drei-Punkte-Erfolg in diesem Jahr träumen ließ. Spätestens als Ardion Maliqi in der 83. Minute per Elfmeter – Ahmed Zein Al Dine war im gegnerischen Strafraum gefoult worden – das 4:1 nachlegte, waren sich alle TuS-Fans einig, dass hier und heute nichts mehr schiefgehen würde. Für den Schlusspunkt zum 5:1 sorgte der eingewechselte Mehmet Turan drei Minuten vor dem Abpfiff.

Fazit von Warsteins Trainer Marco Wennemann: „Wir haben im zweiten Durchgang uns die wichtigen Bälle im Mittelfeld geholt, konnten somit immer schnell in die Spitze spielen und uns Chancen erarbeiten. Die Jungs haben diese heute mal eiskalt genutzt. Das frühe 0:1 war sicherlich ein Schock, aber die Mannschaft hat sich davon nicht beirren lassen und weiter an sich geglaubt.“