Gold, Silber und Bronze für TuS Belecke

Dzana Arnautovic (rote Weste)
Dzana Arnautovic (rote Weste)
Foto: WP

Belecke/Gummersbach..  Beim hochklassig besetzten Becketal-Cup gingen am vergangenen Samstag mehr als 300 Aktive aus dem In- und Ausland an den Start. Von der Taekwondo-Abteilung des TuS Belecke kämpfte ein achtköpfiges Nachwuchsteam um die Medaillen. Die Wettkämpfer aus dem Möhnetal sammelten fleißig Edelmetall und blicken auf eine stolze Bilanz.

Das Trainer-Duo Mirza Arnautovic und Alina Wohlmeiner machte sich mit einem guten Gefühl auf den Weg nach Gummersbach. Die guten Trainingsleistungen der Wettkämpfer in den letzten Wochen ließen die beiden auf die eine oder andere Medaille hoffen.

Emily Schriek und Liv Irländer erwischten gleich im ersten Kampf die beiden stärksten Athletinnen in ihrer Klasse. Schriek traf auf Ceylin Demiriz aus Velbert. In einem spannenden Kampf unterlag die TuSlerin knapp und schied bereits im Vorkampf aus. Ähnlich erging es Liv Irländer, die sich gleich im Vorkampf mit Talya Izbilir auseinandersetzen musste. Die beiden lieferten sich einen tollen Kampf, in dem am Ende die Türkin ihre ganze Routine einsetzte und gewann. Auch für Irländer gab es leider keine Medaille. „Bei Emily und Liv blicken wir mit Zuversicht in die Zukunft. Sie bringen alles mit, was eine gute Wettkämpferin benötigt. Ihre Zeit wird noch kommen“, fasste das Trainergespann Wohlmeiner/Arnautovic zusammen.

Bei Arijan Arnautovic zeigt die Leistungskurve deutlich nach oben. Allmählich macht sich die zunehmende Kampferfahrung bemerkbar. Hinzu kommt seine hohe Wettkampf-Motivation. In einem ausgeglichenen Halbfinalkampf unterlag der Sichtigvorer Leon Weiss aus Swistal knapp. Bronze für den TuSler! „Ich bin mit Arijans Leistungen sehr zufrieden. Er hat sich technisch und taktisch verbessert“, sagte Vater und Coach Mirza Arnautovic.

Fehler provoziert

Mona Schröder zählt auch mit zu den Jüngsten im Wettkampfteam. Ihr stand Sara El Malla aus Velbert gegenüber. Die TuSlerin begann konzentriert und konterte die Angriffe der Velberterin direkt. Die Velberterin erhöhte den Druck und provozierte so bei der Allagenerin Fehler. Am Ende verlor Schröder und freute sich aber über die Bronzemedaille. „Mona fehlt einfach noch die Erfahrung. Sie braucht noch einige Turniere, um in ihrer Klasse ganz oben mitmischen zu können“, hob Trainerin Alina Wohlmeiner hervor.

Ein schweres Los zog auch Leonie Craes aus Hirschberg. Sie traf im Halbfinale auf ihre Dauerkontrahentin Melissa Kaplan aus Velbert. Am Anfang fand die Hirschbergerin nur schwer in den Kampf. Dann besann sie sich auf ihre Qualitäten und lieferte sich mit der späteren Siegerin ihrer Klasse einen packenden Kampf, in dem sie Punkt um Punkt aufholte. Leider reichte es für die TuSlerin diesmal noch nicht zu Gold, die sich am Ende aber mit Bronze tröstete. „Leonie ist immer für eine Platzierung gut. Können und Motivation stimmen. Wir sind davon überzeugt, dass sie über viel Potenzial verfügt“, hält Trainerin Alina Wohlmeiner fest.

Joshua Schröder hoffte in Gummersbach auf bessere Punktrichterleistungen. Er wurde nicht enttäuscht. Diesmal passte alles. Trotz eines etwas nervösen Beginns im Vorkampf gegen Salim Doubli aus Bonn zog er ungefährdet ins Halbfinale ein. Hier traf er auf den starken Selim Ciplak aus Korbach. Es entwickelte sich ein toller Kampf, in dem der Allagener immer stärker wurde. Souverän kämpfte sich der TuSler zum ersten Mal ins Finale. Dort setzte er sich mit dem starken Konstantinos Trientafgliadis aus Velbert auseinander. Zunächst hielt der Möhnetaler noch gut mit, musste sich dann aber dem erfahreneren Kontrahenten aus dem Ruhrgebiet geschlagen geben. Silber! „Heute wurde Joshuas Potenzial besonders deutlich. Ein toller Wettkämpfer, der natürlich noch Erfahrungen sammeln muss“, lobte Coach Mirza Arnautovic.

Dzana Arnautovic war mit ihren Leistungen beim letzten Turnier in Lengerich nicht zufrieden. Umso mehr hatte sie sich für den diesjährigen Becketal-Cup vorgenommen. Im Halbfinale wies sie Jacqueline Kozien aus Lünen in die Schranken. Kompromisslos konterte sie ihre Kontrahentin aus und zog ungefährdet ins Finale ein. Um Gold zu gewinnen, galt es, die um einen Kopf größere Selim Ciplak aus Korbach zu schlagen. Geschickt verkürzte die TuSlerin den Aktionsradius der Korbacherin und punktete mit ihren schnellen Spanntritten auf deren Weste. Am Ende ein hart erkämpfter Sieg für die Möhnetalerin. „Dzana hat sich wesentlich verbessert. Das intensive Steptraining der letzten Wochen zahlt sich aus. Sie ist explosiver und schneller geworden“, fasste Trainer und Vater Mirza Arnautovic zusammen.

Kampf der Generationen

„Eisenfuß“ Michael Pfingst stand nach einer etwas längeren Wettkampfpause wieder auf der Matte. Frei nach dem Motto, „solange ich Spaß am kämpfen habe, bin ich beim Wettkampf dabei“, stellte sich der 42-Jährige den jüngeren Kontrahenten. In Gummersbach bestritt er das Finalmatch mit dem Werler Patric Disselhoff. Es war ein packender Kampf der Generationen, den der Werler für sich entschied. „Michael hat heute über weite Strecken gut gekämpft. Es wäre sicherlich mehr drin gewesen, wenn sich am Ende nicht so viele Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen hätten“, resümierte Coach Mirza Arnautovic.