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Fegler: „Es war so, als wenn ich nie weg gewesen wäre“

09.02.2012 | 17:09 Uhr
Fegler: „Es war so, als wenn ich nie weg gewesen wäre“
Warsteins Torwart Alexander Fegler

Warstein.Ein halbes Jahr musste er beruflich bedingt die Füße stillhalten. „Fußballspezifische Übungen habe ich in der Zeit fast gar nicht gemacht“, sagt Alexander Fegler, Torhüter des Bezirksligisten TuS Warstein. Seit dieser Woche ist der 26-Jährige zurück im Kreise seiner Teamkollegen – mit der Hoffnung, wieder die Nummer 1 am Herrenberg zu werden.

Rückblende. Im vergangenen Sommer verabschiedete sich Fegler (schweren Herzens) für ein halbjähriges Praktikum Richtung Belgien. 30 Kilometer von Brüssel entfernt schlug er seine Zelte auf. Der Kontakt zu seinen Mannschaftskameraden und Freunden, vor allem zu Bruder Dietmar, selbst Spieler der ersten Mannschaft, sei in dieser Zeit nie abgerissen, so Fegler. Über SMS und das Internet war der 26-Jährige stets informiert über die Geschehnisse rund um den Herrenberg. Feglers Feststellung aus der Ferne: „Wir haben in der Hinserie zu viele Gegentore kassiert. Das muss sich ändern.“

In Feglers Abwesenheit versuchten sich Nico Schmidt und Nachwuchsmann Florian Martin (eigentlich Feldspieler beim TuS) zwischen den Pfosten. Überzeugen konnte mit Abstrichen nur der jüngere Florian Martin. Umso glücklicher war Trainer Werner Schröder, als er Alexander Fegler Anfang des Jahres kontaktierte und die Zusage bekam, dass sein etatmäßiger Schlussmann ab Februar wieder zur Verfügung stehen würde.

Fegler erzählt: „Ich hatte ein längeres Gespräch mit dem Trainer und habe ihm meine Situation geschildert. Ich will jetzt noch mal voll angreifen und versuchen, der Mannschaft zu helfen.“

Ob Fegler tatsächlich wieder die Nummer 1 beim TuS Warstein wird, werden die Vorbereitungsspiele zeigen (falls bis zum Rückrundenauftakt am 26. Februar aufgrund der aktuellen Wetterlage überhaupt welche stattfinden können). Der 26-Jährige strotzt nur so vor Selbstvertrauen: „Ich will unbedingt wieder spielen.“ Zwar habe bei der ersten Trainingseinheit nach so langer Pause noch die Sicherheit gefehlt, so Fegler, „doch das sei normal“.

Im Kreise der Mannschaft fühlt sich der Zerberus jedenfalls pudelwohl: „Es war so, als wenn ich nie weg gewesen wäre.“ Nach den Zielen für die Rückrunde gefragt, sagt Fegler: „Unter die ersten Vier wollen wir auf jeden Fall noch.“ Momentan belegen die Warsteiner mit 26 Punkten Rang sechs.

Fegler: „Wenn es uns gelingt, weniger Gegentore zu bekommen, werden wir in der Tabelle auch noch nach oben klettern.“ Dazu will der Schlussmann seinen Beitrag leisten.

Thorsten Heinke

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