„Es spricht momentan alles für uns“
20.05.2012 | 22:49 Uhr 2012-05-20T22:49:00+0200
Wiemeringhausen. Kapitän Marc Bültmann ließ sich über Live-Ticker und SMS über den aktuellen Spielstand in Wiemeringhausen informieren. Der Spielführer des Fußball-Bezirksligisten TuS GW Allagen erlebte am Samstagabend hautnah die bittere Pleite seiner Bayern im Champions-League-Finale gegen Chelsea mit und verpasste gestern Nachmittag den 2:0 (0:0)-Erfolg seiner Teamkollegen beim Absteiger FC Assinghausen/Wiemeringhausen/Wulmeringhausen. Erst heute Mittag geht der Flieger für Bültmann zurück in die Heimat.
Trotz einer Träne im Auge wegen des verpassten Champions-League-Triumphes seiner Bayern, freute sich Bültmann gestern riesig, als er von Allagens Sieg erfuhr. Damit haben die Grün-Weißen den Klassenerhalt bei elf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz so gut wie in der Tasche. Auch Trainer Michael Bremser glaubt nicht mehr, dass da noch viel anbrennt. „Es spricht im Moment alles für uns. Und ich glaube nicht, dass wir unsere restlichen beiden Spiele verlieren.“
Das 2:0 in der Rot-Weiß-Arena in Wiemeringhausen mussten sich die Allagener allerdings hart erarbeiten. Auch Trainer Bremser erkannte nachher richtig. „Es war kein schönes Spiel. Der Sieg ist verdient, ohne das wir dabei geglänzt haben.“
Trotz einiger Hochkaräter in der ersten Halbzeit – unter anderem scheiterte Florian Wienecke zweimal am Aluminium – mussten sich die Grün-Weißen bei sommerlichen Temperaturen zur Pause mit einem 0:0 begnügen. Zu Beginn des zweiten Durchgangs wechselte Michael Bremser dann Marc „Euro“ Schröder ein, was sich ein paar Minuten später bezahlt machen sollte. Nach Ecke des fleißigen Aushilfs-Kapitäns Bastian Peck hämmerte Schröder die Kugel aus kurzer Entfernung über die Linie des Assinghäuser Tores – 0:1 (65.). Sechs Minuten später brachte die schönste Kombination des gesamten Spiels die vorzeitige Entscheidung zugunsten der Gäste. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte auf Matti Kaiser schnappte sich dieser mutig das Leder, drang in den gegnerischen Strafraum ein, passte quer auf den besser postierten Timo Wächter, der aus fünf Metern den Ball nur noch ins leere Tor zu schieben brauchte. Assinghausen war geschlagen. Marc Schröder hatte danach sogar noch zwei weitere Treffer auf dem Fuß, vergab jedoch kläglich.
„In der ersten Hälfte waren wir nicht zwingend genug. Eine starke Phase Mitte des zweiten Durchgangs hat dann gereicht, um hier die drei Punkte gegen einen schwachen Gegner mitzunehmen“, analysierte Michael Bremser nach der Partie.
Allagener Wermutstropfen: Abwehrspieler Florian Wienecke (Bänderdehnung) und Stürmer Ardion Maliqi (Zehenverletzung) mussten ausgewechselt werden.
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