Erlenkötter gehen die Kräfte aus

Knapp am Titel vorbei: Saskia Erlenkötter vom TuS Belecke.
Knapp am Titel vorbei: Saskia Erlenkötter vom TuS Belecke.
Foto: WP

Belecke/Gummersbach..  Die Topathletin des TuS Belecke, Saskia Erlenkötter, erkämpfte sich Bronze bei den Deutschen Meisterschaften im Taekwondo in Gummersbach. 200 Aktive aus ganz Deutschland gingen in der Altersklasse Jugend A in der Schwalbe-Arena an den Start.

Vor gut einem Jahr unterlag die TuSlerin in einem spannenden Finale unglücklich und holte Silber. In diesem Jahr kämpfte sie zum ersten Mal in der Altersklasse Jugend A, in der die 15- bis 17-jährigen Athleten starten. Keine leichte Aufgabe für die Spitzenkämpferin aus dem Möhnetal.

Gegen Gürüz frech aufgetreten

Im Halbfinale traf sie auf die amtierende Deutsche Meisterin und Nationalkadermitglied, Öslem Gürüz aus Hamburg. Die Hamburgerin ist international sehr erfahren und soll für die Deutsche Nationalmannschaft bei der diesjährigen Europameisterschaft starten. Erlenkötter zeigte keinen Respekt und hielt Gürüz mit ihren schnellen Kicks auf Distanz. Die Möhnetalerin ging sogar mit einem Punkte-Vorsprung in die erste Pause. In der zweiten Runde drehte die Hamburgerin auf und setzte Erlenkötter unter Druck.

Vorsprung reicht nicht aus

Der Punkte-Vorsprung der TuSlerin schmolz zwar dahin, aber der Kampf blieb ausgeglichen. Es war ein Match „auf des Messers Schneide“. Taktisches Kalkül bestimmte den Kampf, indem insbesondere die norddeutsche Athletin immer wieder die Grenzen des Reglements ausnutzte. Auch in der letzten Runde konnte sich keiner von Beiden nach Punkten entscheidend absetzen. Aber der harte Kampf ging an die Substanz der Kaderathletin aus Körbecke. Sie traf zwar die elektronische Weste der Hamburgerin, aber es fehlte einfach der Druck. Am Ende unterlag Saskia Erlenkötter knapp mit 8:9 gegen die spätere Deutsche Meisterin, die im Anschluss das Finale überlegen gewann.

„Ich bin mit meiner Leistung nicht so zufrieden, es wäre zwar mehr drin gewesen, aber es fehlte mir am Ende ein wenig die Kraft“, fasste die TuSlerin zusammen.

„Es war schon ein hartes Match, das Saskia alles abverlangte. Der dritte Platz ist hochverdient. Wir werden aber auch analysieren müssen, warum ihr am Ende die Kraft fehlte“, resümierte Trainer Walter Farke. Die TuSlerin blickt auf eine eindrucksvolle Bilanz: Es war die dritte Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft und ihre zweite Medaille beim höchsten nationalen Turnier.