Enttäuschung und Frust nach 31:31-Remis im Spitzenspiel
13.12.2009 | 19:00 Uhr 2009-12-13T19:00:00+0100
Warstein. Die Enttäuschung war groß, der Frust saß tief: Deutlich geknickt waren die Landesliga-Handballer des VfS Warstein nach dem Ende eines emotionsgeladenen Top-Duells.
Gegen Borussia Höchsten musste sich die Thomanek-Sieben mit einem 31:31 (11:13)-Remis begnügen und verpasste zudem den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz.
VfS-Trainer Heinz Thomanek kämpfte mit der inneren Wut und war völlig zerknirscht über den nicht gerade erfreulichen Ausgang der Partie. Vor allem aber bei Warsteins Akteuren kochten die Emotionen nahezu über. Die VfS-Spieler gingen insbesondere mit den beiden Unparteiischen hart ins Gericht. Auf das Schiedsrichter-Gespann Ernst/Jochum hagelte es gewaltig Kritik, zumal sich die Warsteiner durch einige gegen sie gepfiffene Siebenmeter benachteiligt fühlten und sich so um den Sieg gebracht sahen.
Chef-Coach Heinz Thomanek hinterfragte in seiner anschließenden Analyse zwar einerseits auch die Entscheidungen der Schiedrichter, gewichtete aber andererseits die vielen misslungenen Aktionen auf Seiten seiner Schützlinge stärker und sah darin den Grund für den verpassten Erfolg. „Einige von uns suchen zu schnell den Abschluss und verschenken so vielleicht sichere Tore”, erklärte ein verbitterter Heinz Thomanek.
Besonders in der heißen Schlussphase versäumte es das VfS-Kollektiv vor 170 Zuschauern in eigener Halle einen, beim Stande von 25:22, Drei-Tore-Vorsprung konsequent und geschickt auszunutzen. „Da fehlte die entscheidende Cleverness”, merkte Thomanek an und verwies auf individuelle Stellungsfehler.
Ein gut aufgelegter Björn Kanning und zwei mit Lars Schorlemer und Lino Gericke ganz starke Nachwuchskräfte konnten ihr Team im offenen Schlagabtausch zwar mit tollen Treffern immer wieder antreiben, allerdings kamen die ehrgeizigen Gäste zwei Minuten vor dem Ende schließlich zum 30:30-Ausgleich.
Der VfS drängte allerdings erneut auf den Führungtreffer und gelangte durch einen in der letzten angebrochenen Spielminute verwandelten Siebenmeter von Gericke wieder in Front. Stehende Ovationen und tosender Applaus vom Publikum sollten den vielleicht schon sicher geglaubten Heimsieg einläuten, da passierte es: Warstein kassierte 22 Sekunden vor Schluss den Ausgleichstreffer und schrammte am großen Erfolg vorbei.
Mit dem Punkt konnte und wollte sich niemand aus den Reihen des VfS-Kollektivs anfreunden. VfS-Keeper Markus Jostes, der im übrigen mit Borussen-Schlussmann Sascha Vennhaus eine hochkarätige Glanzleistung hinzauberte, sprach sogar von einer „gefühlten Niederlage”.
Nicht nur ersichtliche Enttäuschung, sondern auch deutliche Blessuren hatte die aufreibende Partie für Boban Ristovic hinterlassen. Der gestandene VfS-Routinier wurde ziemlich hart in die Mangel genommen und kugelte sich dabei den Daumen aus.
Zwei Zähler steuern die Warsteiner allerdings bereits am kommenden Wochenende wieder an. In der vorgezogenen Partie trifft das VfS-Team am Samstag bereits um 16.30 Uhr daheim auf Kellerkind DJK TuS Ruhrtal Witten. Borussia Höchsten erwartet am Sonntag daheim den Spitzenreiter HTV Sundwig-Westig.
VfS - Höchsten 31:31
VfS Warstein: Jostes/Hölter; Schorlemer (7/1), Mues, Ristovic (4), Hahne (2), Kanning (12), Bittern, Gericke (4/4), Sobkowiak (1), Cramer, Kaseric (1).

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