Derby soll Start der Aufholjagd sein
09.12.2010 | 19:30 Uhr 2010-12-09T19:30:00+0100
Warstein. „VfS Warstein demontiert Arnsberger im Derby mit überragendem Jostes“: So titelte diese Zeitung nach dem letzten Handball-Landesliga-Derby.
Der VfS hatte die Gäste aus der Regierungsstadt Ende Februar mit 32:25 aus der Dreifachhalle gefegt und war weiter auf Titelkurs. Vor dem ewig-brisanten Duell am Samstag (19.30 Uhr) in der Rundturnhalle sehen die Vorzeichen etwas anders aus. Das Hinspiel ist eine Begegnung der erweiterten Spitzengruppe, Arnsberg (13:7-Punkte) und Warstein (12:8) liegen schon weit hinter Spitzenreiter RE Schwelm (18:2) zurück. Warsteins Trainer Heinz Thomanek hatte vor dem Match gegen Schlusslicht Emst noch drei Siege in der Adventszeit gefordert. Teil eins ist aufgegangen, Teil zwei ist das Sauerland-Derby - und wesentlich schwieriger zu gewinnen.
Doch Thomanek geht mit großem Optimismus in die Auseinandersetzung mit dem Grote-Team: „Meine Jungs werden sehr motiviert ins Spiel gehen. Trotz der veränderten Tabellensituation ist das Spiel immer noch etwas Besonderes. Auch wenn wir mit dem bisherigen Verlauf der Saison noch nicht so zufrieden sind, wollen wir doch ein bisschen Tuchfühlung nach oben behalten.“ Tuchfühlung auf Schwelm und Ferndorfs Reserve kann nur mit einem Erfolg aufrecht erhalten werden. Die Statistik der letzten Jahre spricht klar für die Warsteiner. Von den letzten vier Spielen gewann der VfS drei.
Eines stellt Heinz Thomanek aber klar: „Ein Derby-Sieg wäre keine Entschädigung für die bisherigen vier Niederlagen.“ Soll heißen: Einen Zweier in Arnsberg tauschte Thomanek gerne gegen einen Spitzenplatz in der Landesliga ein. Vielleicht geht das Derby in Arnsberg später einmal als der Beginn der großen Aufholjagd des VfS in die Geschichte der Landesliga ein.
Bei den Warsteinern fehlen weiterhin Lino Gericke (im Januar wieder am Ball) und Philipp Schmitt (Handverletzung). Dafür rücken zwei Spieler aus der Reserve in den Kader der ersten Garnitur.

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