Derby auf Augenhöhe

Darf dieses Mal im Derby mitspielen: Allagens Benedikt Heppe (rechts).
Darf dieses Mal im Derby mitspielen: Allagens Benedikt Heppe (rechts).
Foto: WP

Warstein/Allagen..  Eine Woche vor dem Stadtderby in der Fußball-Bezirksliga 4 brennen sowohl der TuS Warstein als auch der TuS GW Allagen auf das Spiel um die „Stadtmeisterschaft“, wie Warsteins Vorsitzender Alois Grafe es nennt. Unsere Zeitung wirft in der Derby-Woche einen Blick auf die Statistiken und wagt einen Blick in die Zukunft.

Saisonverlauf

Dass der TuS Warstein primär gegen den Abstieg spielen würde, stand von Saisonbeginn an fest. Nach einer desolaten Hinrunde (nur elf Punkte, vorletzter Tabellenplatz) und personellen Veränderungen in der Winterpause kam die Mannschaft immer besser in Schwung und rettete sich bereits vor einer Woche.

Anders die Situation beim TuS GW Allagen: Vor Saisonbeginn erhoffte sich Trainer Sebastian Wessel, dass seine Mannschaft einen Platz unter den ersten fünf Mannschaften belegen könnte. Doch die Realität holte die Allagener schnell wieder ein. Platz elf nach der Hinrunde, Platz elf in der Rückrundentabelle zeugen davon, dass der Druck auf die sehr junge Allagener Mannschaft zu groß war. Ohne Benedikt Heppe wäre der Klassenerhalt ein schwieriges Unterfangen geworden.

Aktuelle Form

Allagen gewann am Sonntag das erste Spiel seit dem 29. März. Ob nun das Selbstvertrauen groß genug ist, um auch im Derby zu bestehen?

Der TuS Warstein geht mit breiter Brust in das Stadtduell. Zwei Siege in Serie und die Tatsache, dass bereits im Hinspiel das Derby gewonnen wurde, machen den TuS zum Favoriten. Aber, ein Blick in die Phrasenkiste verrät: Derbys haben ihre eigenen Gesetze.

Wie geht es weiter?

Die Planungen für die kommende Saison laufen. Während der TuS GW Allagen weiter auf die Jugend setzt und mit Miklas Wagener und Felix Schulte zwei talentierte A-Jugendliche holt, setzt der TuS Warstein primär auf Rückkehrer. Matti Kaiser kommt aus Brilon zurück, Philipp Grafe höchstwahrscheinlich aus Bad Westernkotten. Darüber hinaus wird auch Ardion Maliqis Bruder Armend ab Sommer das TuS-Trikot tragen. Zwei weitere externe Neuzugänge sollen bereits feststehen. Als Abgänge stehen bislang nur Dennis Hohlweck (Karriereende), Alexei Schamne (tritt kürzer wegen seines Studiums), die Turan-Brüder und Gordan Mijac. Platz für einen weiteren Stürmer wäre also im Kader. Den TuS GW Allagen trifft der Abgang von Torjäger Benedikt Heppe nach Bad Westernkotten besonders hart. „Benedikt und seine 24 Tore kannst du nicht mal eben so ersetzen. Wir müssen schauen, wie wir das auffangen. Es sind ja durchaus auch andere Spieler im Kader, die Tore schießen können. Sollten wir keinen Stürmer finden, müssen die es richten“, betont Sebastian Wessel, Trainer des TuS GW Allagen.

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