Debüt für GWK-Trio beim Silvesterlauf von Werl nach Soest

Die Novizen Christian Pauli (li.) und Uwe Nutsch (mi.) haben sich von dem erfahrenen Silvesterläufer Uli Figur trainieren lassen.  Auf unserem Foto fehlt André Dostal.Foto:Tim Cordes
Die Novizen Christian Pauli (li.) und Uwe Nutsch (mi.) haben sich von dem erfahrenen Silvesterläufer Uli Figur trainieren lassen. Auf unserem Foto fehlt André Dostal.Foto:Tim Cordes
Was wir bereits wissen
Zunächst war es nur eine Idee, die aus einer Bierlaune heraus entstand. Doch am Mittwoch wird daraus Realität. Vier GWKler, drei von ihnen Debütanten, machen heute den Silvesterlauf unsicher.

Warstein.. Für die einen ist der Silvesterlauf am Jahresende eine lieb gewonnene Tradition, für die anderen völliges Neuland: Zur letztgenannten Spezies dürfen sich Uwe Nutsch, Christian Pauli und André Dostal zählen, die zum ersten Mal überhaupt die 15 Kilometer von Werl nach Soest in Angriff nehmen. Ein „alter Hase“ in der Silvesterlauf-Szene ist Uli Figur, für den es bereits die vierte Teilnahme am Silversterlauf ist. Zuvor hat der Warsteiner bereits zweimal den Bergstadt-Marathon absolviert.

Vier Namen, ein Ziel: Die 15 Kilometer – der Startschuss am Silvestertag erfolgt um 13.30 Uhr durch BVB-Legende Wolfgang Paul an der Werler Stadthalle, offizielles Laufende ist um 16 Uhr – zu schaffen.

Aus einer „Schnapsidee“ wird Realität. Zu den Anfängen dieser Idee: Die Laufgruppe der Großen Warsteiner Karnevalsgesellschaft (GWK) besteht schon länger. Seit gut einem halben Jahr gehören auch Uwe Nutsch, Christian Pauli und GWK-Präsident André Dostal dieser Laufgruppe an, die von Uli Figur ergänzt wird. Uwe Nutsch, auch Mitarbeiter dieser Zeitung, erklärt: „Eher aus Flachs haben wir drei gesagt, dass wir auch gerne mal beim Silvesterlauf mitlaufen würden.“ Gesagt, getan: Seit gut sechs Monaten bereiten sich die vier GWKler auf das Highlight zum Jahresabschluss vor. Uwe Nutsch erinnert sich: „Angefangen hat das ganze mit leichtem Konditionstraining auf dem Schorensportplatz in Warstein. Mittlerweile treffen wir uns mindestens zweimal in der Woche.“

Je näher der Silvestertag rückt, desto mehr steigt auch das Lampenfieber bei den GWKlern – zumindest bei drei von ihnen. „Uli machen wir da nichts mehr vor. Der kennt die Strecke, den Mythos Silvesterlauf. Für uns aber ist das ziemliches Neuland. Besonders gespannt bin ich persönlich auf den Zieleinlauf. Keine Ahnung, was dann in meinem Kopf vorgeht. Das lasse ich mal auf mich zukommen. Ich hoffe, ich komme überhaupt bis dahin“, sagt Uwe Nutsch, der mit seinen 44 Jahren der zweitälteste Läufer in der vierköpfigen Karnevals-Gruppe ist.

Ziele stecken sich die meisten Sportler für den Silvesterlauf. Etwas anders gehen die vier GWK-Jungs die Sache an: „Für uns zählt allein der olympische Gedanke: Dabeisein ist alles. Wir werden das Dingen auch zu Viert durchziehen. Muss einer von uns eine Pause einlegen auf der Strecke, bleiben auch die anderen stehen, sofern das möglich ist in dem Moment. Bei uns zählt die Gemeinschaft, nicht der Einzelne“, sagt Uwe Nutsch.

Der 44-Jährige, der früher ein leidenschaftlicher Fußballer war und mittlerweile lieber Rad fährt als läuft, hat sich für die Silvester-Nacht – in weiser Voraussicht – nichts vorgenommen: „Ich denke, die 15 Kilometer werden ganz schön an die Substanz gehen, so dass ich abends froh bin, wenn ich meine Ruhe habe.“