Cruse hat noch nicht fertig – oder doch?

Im Mai des vergangenen Jahres nahm Christian Cruse (rechts) die Glückwünsche zur Eröffnung des neuen Kunstrasenplatzes im Möhnetalstadion entgegen.
Im Mai des vergangenen Jahres nahm Christian Cruse (rechts) die Glückwünsche zur Eröffnung des neuen Kunstrasenplatzes im Möhnetalstadion entgegen.
Foto: WP

Belecke..  Er lebt und liebt diesen Verein: Der TuS Belecke ist eine Herzensangelegenheit für Christian Cruse. Das spürt man. Jeden Tag aufs Neue. Seit mittlerweile neun Jahren kümmert sich Cruse um die Belange und das Wohlergehen der Fußballer aus dem Möhnetal. Die Realisierung des Kunstrasenplatzes im vergangenen Jahr bezeichnete Cruse als „Wahrwerden eines persönlichen Traumes“.

Mit der Vollendung „dieses Traumes“ soll jetzt auch die Amtszeit Cruses beim TuS Belecke enden. Dies hat der Abteilungsleiter im Gespräch mit dieser Zeitung noch einmal ausdrücklich betont. Cruse: „Ich hatte 2014 bei der letzten Jahreshauptversammlung ja schon angekündigt, dass ich mich aus privaten Gründen in diesem Jahr zurückziehen möchte. Daran hat sich nichts geändert. Ich denke, es ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, jemand anderem den Staffelstab zu übergeben. Wenn man den Job, so wie ich, seit fast neun Jahren macht und dieser dann mit einem persönlichen Traum endet, ist das schon etwas Besonderes. Daran werde ich mich immer erinnern.“

Cruse bezeichnete den Bau des Kunstrasenplatzes im Möhnetalstadion als „Meilenstein in der Vereinsgeschichte des TuS Belecke und meiner persönlichen Laufbahn als langjähriger Fußballer und Funktionär beim TuS Belecke“.

14 Jahre hielt Cruse als aktiver Kicker die Knochen hin für den TuS. Dass irgendwann die harte, braune Asche gegen einen satten, grünen Kunstrasen ausgetauscht werden würde, hätte Cruse als Jugend- und Seniorenspieler nie für möglich gehalten. Doch jetzt, elf Jahre nach seinem Karriereende, ist der Wunsch Realität geworden und laut Cruse „der richtige Zeitpunkt gekommen, endgültig abzutreten“.

Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins im Vereinslokal Gasthof Hoppe will sich Christian Cruse somit nicht mehr zur Wahl stellen. Neue Leute „mit frischen Ideen werden händeringend gesucht“, so der Abteilungsleiter. Diese Suche scheint sich jedoch schwieriger zu gestalten als gedacht. Ein geeigneter Nachfolger, der Cruses Arbeit fortführen möchte, ist bislang nicht in Sicht.

Cruse: „Wenn wir bis März wirklich jemand Geeignetes finden sollten, trete ich liebend gerne ins zweite Glied zurück.“

Ein Hintertürchen lässt sich Cruse dann aber doch noch offen: „Das Kunstrasenprojekt ist immer noch nicht ganz abgeschlossen, einige wichtige Restarbeiten sind noch zu erledigen. Man wird sehen, was im März passiert. Ich werde den Verein auf jeden Fall nicht hängen lassen.“