Betrübte Gesichter beim MSC Rüthen

Mit technischen Defekten musste der Wagen von Oliver Frisse das Rennen vorzeitig beenden.
Mit technischen Defekten musste der Wagen von Oliver Frisse das Rennen vorzeitig beenden.

Rüthen/Nürburgring..  „Außer Spesen nichts gewesen.“ So lautete das nüchterne Fazit von Oliver Frisse, Pilot des MSC Bergstadt Rüthen. Beim vierten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft musste der Rüthener das Rennen vorzeitig beenden.

Betrübte Gesichter in der Box 11 im Fahrerlager am Nürburgring. Bereits während des Qualifyings am Morgen lief beim Team aus der Bergstadt nicht alles rund, so dass sich das Hellboys Racing Team nur auf dem siebten Klassenrang wiederfand.

Rüthener startet das Rennen

Teamchef Michael Mönch setzte wieder einmal auf Oliver Frisse als Startfahrer. „Oliver startet immer super, und oft kommt er nach der ersten Runde auf der Nordschleife einige Plätze weiter vorn zurück“, erklärte Mönch.

Doch irgendwie war an diesem Wochenende der Wurm bei den Fahrern drin. Frisse kämpfte, konnte jedoch nicht wie erhofft Positionen gut machen, sondern musste darauf achten, dass er keinen Platz verliert. Bei den Temperaturen am vergangenen Wochenende war das ein richtiger Kampf.

Im Cockpit des BMW 325i wurde es bis zu 70 Grad heiß. „Da muss man sehen, dass man die Konzentration aufrecht erhält“, weiß Gisbert Frisse vom MSC Bergstadt Rüthen.

Vibrationen in Runde sieben

In Runde sieben meldete Frisse Vibrationen am linken Vorderrad per Funk an die Box. Somit ging es eine Runde früher als geplant an die Box. Aus der Lauffläche der Slikreifen hatte sich ein Postkarten großes Stück gelöst. „Wir haben Glück gehabt, das uns nicht der ganze Reifen um die Ohren geflogen ist,“ betonte Frisse.

Als zweites sollte der Oldenburger Jan von Kiedrowski hinter das Lenkrad. Er meldete jedoch schon in seiner ersten Runde, dass es dem Auto an Leistung fehle. Nach einem 15- minütigen Reparaturversuch ging es noch einmal auf die Piste, jedoch fehlten dem Auto circa 35 PS.

Abbruch nach Problemen

Also kämpfte von Kiedrowski mit einem nur bedingt konkurrenzfähigen Vehikel. Auch Teamchef Michael Mönch kletterte noch mal in das heiße Cockpit des 325i und meldete bereits in seiner ersten Runde die gleichen Symptome. Nach Rücksprache mit Gisbert Frisse, der die Regie an der Boxenmauer übernommen hatte, entschied das Team um Ilka Mönch sich dafür, das Auto aus dem Rennen zu nehmen, um weitere Beschädigungen zu verhindern.