Auftaktsieg für Struff und BW Halle in der Bundesliga

Jan-Lennard Struff hat Ball und Gegner im Griff.
Jan-Lennard Struff hat Ball und Gegner im Griff.
Foto: Jürgen Hasenkopf

Halle/Westfalen/Warstein..  Am ersten Spieltag in der 1. Tennis Point-Bundesliga der Herren hatte der Deutsche Meister TC Blau-Weiß Halle nicht nur gegen vier stark fightende Youngster des Aufsteigers 1. FC Nürnberg zu kämpfen, es stellte sich noch ein weiteres Hindernis ein: die Hitze. Fairerweise muss man allerdings festhalten, dass auch die gastgebenden Nürnberger davon betroffen waren.

„Zwischenzeitlich waren es 41 Grad Celsius“, so Halles Teamchef Thorsten Liebich, doch letztlich hatte sein Quartett auch diesen Kontrahenten im Griff. Unterm Strich kam ein überzeugender 4:2-Erfolg heraus, der sich bereits nach den vier gespielten Einzeln mit einem 3:1-Zwischenresultat abzeichnete. „Wir haben einen souveränen Sieg geholt, und das war auch unser Ziel“, sagte Liebich, „wobei die Nürnberger gute junge Spieler im Team haben, die sicherlich für so manche Überraschung gut sein werden.“

Gedacht hat Liebich hier sicherlich an den 19-jährigen Elias Ymer (ATP 133), der zweifelsohne zu den größten Talenten im internationalen Tennis gehört und als Nummer eins seiner Mannschaft immerhin einen Dreisatz-Sieg (0:6, 6:3, 14:12) gegen den zehn Jahre älteren Spanier Daniel Gimeno-Traver (ATP 63) verbuchen konnte.

Dies blieb aber auch die einzige Einzelniederlage der Blau-Weißen, denn der Warsteiner Jan-Lennard Struff (ATP 112) gewann ebenso überzeugend in zwei Sätzen (7:5, 6:2) gegen den Italiener Andrea Arnaboldi (ATP 184) wie der 33-jährige Routinier Daniel Munoz de la Nava (ATP 109) mit 6:1, 6:4 gegen den elf Jahre jüngeren Deutschen Matthias Wunner (ATP 731).

Strapaziöses Match

An Nummer vier im Einzel war beim Gastgeber der 19-jährige Johannes Härteis (ATP 718) aufgeboten, der gegen den zwei Jahre älteren Österreicher in Reihen der Ostwestfalen, Dennis Novak (ATP 257), ein sehr gutes Match bot. Strapaziös war das Duell bei dieser Hitze für beide, dabei startete Novak souverän mit einem 6:3-Satzgewinn.

Doch mit zunehmender Spieldauer kam der mittelfränkische Jungprofi immer besser ins Match und konnte letztlich mit 5:7 ausgleichen. „Ich war zwischenzeitlich richtig platt“, so der Wiener Rechtshänder, der dann aber doch zu seinem Spiel zurück fand und in drei Sätzen das Duell für sich entscheiden konnte.

Den sehr guten Eindruck aus den Einzelmatches konnten dann gemeinsam auch im Doppel Jan-Lennard Struff und Dennis Novak unter Beweis stellen. Dieses Duo hatte keinerlei Mühe und fertigte das Nürnberger Gespann Wunner/Härteis mit 6:3, 6:3 ab. Die Einzelniederlage von Daniel Gimeno-Traver wirkte bei dem 29-jährigen Spanier nach und er war sehr unzufrieden mit sich. Insofern nagte dies an ihm, und so war er auch im Doppel an der Seite seines Landsmannes Daniel Munoz de la Nava spielerisch nicht so frei wie gewünscht. Hinzu kam die Hitze.

Schlussendlich mussten die beiden Haller dieses Duell im Match-Tiebreak mit 5:7, 6:4, 4:10 verloren geben, was aber den guten Gesamteindruck der Ostwestfalen nicht trüben konnte.