Alle Höhen und Tiefen erlebt, Punkte aber mitgenommen
04.12.2011 | 22:04 Uhr 2011-12-04T22:04:00+0100Dortmund-Aplerbeck.Totgesagte leben länger, und die Landesliga-Handballer des VfS Warstein haben nach zuletzt zwei Auswärtsschlappen in Folge bewiesen, dass man sie noch nicht abschreiben sollte.
Die Schützlinge von Trainer Michael Schorlemer gewannen beim ASC Dortmund nach nervenaufreibenden 60 Minuten knapp, aber nicht unverdient, mit 29:28 (15:14).
Die Spitze in der Handball-Landesliga ist unglaublich eng zusammengerückt. Und der VfS befindet sich mittendrin in diesem Pulk von sechs Mannschaften, die alle das Zeug haben, am Ende ganz oben zu stehen. „Einige hatten uns schon abgeschrieben“, sagte Schorlemer nach dem Triumph in Dortmund. „Doch wir haben gezeigt, dass wir noch leben.“ Allerdings war aus Warsteiner Sicht erneut ein Kraftakt von Nöten, um die dritte Auswärtsniederlage in Folge zu verhindern. Schorlemer: „Ich habe alle Höhen und Tiefen eines Handball-Spiels in diesen 60 Minuten erlebt.“
Von der ersten Minute an wurde VfS-Goalgetter Lars Schorlemer in Manndeckung genommen. Bei Tobi Nagel bracht beim Warmmachen die alte Verletzung wieder auf. Abwehrspezialist Nagel musste die Partie von draußen erleben.
Schorlemer freute sich nachher, dass nach der Manndeckung gegen seinen Sohn Lars andere Spieler Verantwortung übernommen. Hier hob der VfS-Coach vor allem Björn Manderfeld und Lino Gericke, die es zusammen auf sieben Treffer brachten, sowie Torwart Michael Hölter hervor. „Die Tore von Björn und Lino waren ganz wichtig, auch um Lars zu entlasten“, so Schorlemer.
Der VfS lag nur zu Beginn einmal zurück (1:2), war ansonsten meist drei Tore weg, konnte jedoch erst in den Schlussminuten den Sack zumachen. Schorlemer: „Jetzt gucken wir mal, was am Samstag gegen Schwelm geht.“
VfS Warstein: Hölter, Petig; Mues (2), Schorlemer (9/6), Ristovic (9), Grunwald (1), Furmaniak (1), Manderfeld (4), Gericke (3/1), Litz, Sobkowiak, Aslan.

0mitdiskutieren