Allagen II mit Blei in den Beinen

Fußball.  Kreisliga A Lippstadt: RW Horn - TSV Rüthen 5:2 (3:0). Mit dem allerletzten Aufgebot (es fehlten sieben Stammkräfte, zudem musste in der 17. Minute Kapitän Christian Gockel wegen Kreislaufproblemen ausgewechselt werden) schlugen sich die Rüthener beim Mitaufstiegskandidaten mehr als achtbar. „Kompliment für die Moral der Truppe, wie sie nach dem 0:3-Rückstand noch mal zurück gekommen ist. Mehr kann man bei dieser Personaldecke nicht erwarten“, lobte Interimstrainer Udo Arens, der gestern Nachmittag den privat verhinderten Willi Knickenberg vertrat. Drei Gegentore binnen sieben Minuten brachen den Bergstädtern in Halbzeit eins das Genick. Arens: „Das darf uns natürlich in der Art und Weise nicht passieren. Bis dahin haben wir nichts, aber auch gar nichts zugelassen.“

TSV Rüthen: Schirk, Arens, Wolff, Akinrolabu, Sendler, C. Gockel (17. N. Gockel), Pardun (80. Drummer), Rusch, Fahle, J. Brings, H. Brings. - Tore: 1:0 Kramer (23.), 2:0 Klaus (25.), 3:0 Kramer (30.), 3:1 J. Brings (48.), 3:2 H. Brings (70.), 4:2/5:2 Eickmann (86./87.).
SuS Cappel - TuS Warstein II 9:0 (5:0). Nur einen Lichtblick machte Trainer Tobias Hasenkämper bei der 0:9-Klatsche seiner Mannschaft gestern in Cappel aus: Den A-Jugendlichen Kai Menke, der eine couragierte Leistung zeigte. Der Rest der Mannschaft, so Hasenkämper, „waren absolute Totalausfälle“. Der Warsteiner Coach kündigte für diese Woche Gespräche an. Hasenkämper: „So eine Leistung kann ich mir als Trainer nicht bieten lassen. Das war noch nicht mal D-Liga-Niveau von unserer Seite heute. Da sollte sich jeder Einzelne wirklich mal ernsthaft hinterfragen.“

TuS Warstein II: Hölter, Steinrücke, Haarhoff, Gerhardt, Dan. Severin (40. Daud), K. Menke, Krafczyk, J. Menke, Feldhaus, Dom. Severin (55. Moritz), Söhl. - Tore: 1:0 Glennemeyer (7.), 2:0 Ickemeyer (13.), 3:0 Nonnast (20.), 4:0 Ickemeyer (31.), 5:0/6:0 Glennemeyer (42./55.), 7:0 Gausemeier (Foulelfmeter/70.), 8:0 Nonnast (81.), 9:0 Köller (88.).

Kreisliga B Lippstadt: TuS GW Allagen II - GW Benninghausen 4:1 (0:1). Die Allagener Reserve spielte, als hätte sie Blei in den Beinen: Ohne Laufbereitschaft, ohne Ideen, ohne Tempo im Spiel. Trainer Gernot Neumann raufte sich die Haare am Spielfeldrand und war der Verzweiflung nahe. Erst der erlösende Ausgleichstreffer von Tobias Schöne (62.) nach Schnöde-Zuspiel weckte die Gastgeber auf. „Hauptsache drei Punkte. Über das wie wird am Dienstag beim Training aber noch zu reden sein“, sagte Trainer Gernot Neumann nach dem Pflichtsieg seiner Mannschaft über das Ligaschlusslicht.

TuS GW Allagen II: Brauer, Schröder, Deutschendorf, Helle, Diemel-Rellecke, Gerke, Gabel, Schnöde, Schöne, Münstermann, Paprotta - eingewechselt: Freiböhle, Kemper, Kuhnke. - Tore: 0:1 Rulik (29.), 1:1 Schöne (62.), 2:1 Freiböhle (66.), 3:1 Duhme (Eigentor/82.), 4:1 Gabel (88.).
SuS Sichtigvor - DJK SpVg. Mellrich 3:0 (1:0). Trotz schwieriger Platzverhältnisse (der Ball hoppelte mehr über das Geläuf als das er rollte) boten die Sichtigvorer ihren Zuschauern ein ansehnliches Spiel gegen einen Gegner, der seinen besten Akteur bereits am Freitagabend verlor: Mittelfeld-Stratege Andreas Salzmann zog sich beim Abschlusstraining einen Mittelfußbruch zu. „Mit ihm steht und fällt das Mellricher Spiel“, hatte auch Sichtigvors Trainer Günther Risse die Schwachstellen beim Gegner schnell ausgemacht. Allerdings dauerte es bis zur 40. Minute mit der Sichtigvorer Führung: Nach einer Ecke war Jonas Schöne mit dem Kopf zur Stelle. Kurz zuvor hatte Teamkollege Timo Schmitz – ebenfalls nach einem ruhenden Ball – Pech, als er nur die Latte des gegnerischen Gehäuses traf.

„Wir haben ganz wenig Chancen des Gegners zugelassen. Das war heute eine ganz klare Angelegenheit zu unseren Gunsten“, freute sich SuS-Coach Günther Risse nachher über drei wichtige Punkte im Abstiegskampf.

SuS Sichtigvor: Eisenbeil, Sell, Birke, Rusche, Schöne, Auris, Müller, R. Schmitz, Prinz, T. Schmitz, Gudenoge - eingewechselt: Rellecke, Greiß, Gregorius. - Tore: 1:0 Schöne (40.), 2:0/3:0 Prinz (46./52.).
SG Oestereiden/Effeln - TuS Anröchte 0:2 (0:1). Mit der ersten Niederlage im Fußballjahr 2015 verabschiedet sich die Spielgemeinschaft vorerst aus dem Aufstiegsrennen. Zurück blieb ein ratloser Trainer Goran Stojanovski: „Die heutige Leistung kann ich mir absolut nicht erklären. Wir haben gespielt wie unter Hypnose. Anröchte war in allen Belangen besser. Mit so einer Leistung haben wir da oben auch nichts zu suchen.“ Pech hatten die Gastgeber bei einem Pfostentreffer von Henneböhl (18.) sowie einem Lattenschuss von Klein (65.).

SG Oestereiden/Effeln: Behrens, Buschkühle, Heinrichsmeier, Kaup, M. Schmidt, Wilhelm, Schiller, Luig, Klein, Henneböhl, Fischbach - eingewechselt: Levenig, C. Schmidt, Krämer. - Tore: 0:1 Vetter (18.), 0:2 Bruhl (89.). - Bes. Vorkommnisse: Rote Karte für Anröchtes Topp wegen groben Foulspiels (75.).