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Zurück zur Lockerheit

18.06.2010 | 12:10 Uhr
Zurück zur Lockerheit
Keith Lockwood bestreitet sein zweites Spiel für die Chargers. Foto: Reiner Kruse

Recklinghausen. Die Ernüchterung bei Dietmar Müller, Vorsitzender der Recklinghausen Chargers, ist deutlich spürbar.

Spätestens nach dem Sieg der Bonn Gamecocks gegen die Cologne Falcons und dem Sturz des Aufsteigers Recklinghausen auf den letzten Platz in der German Football League 2 ist der Frust groß. Da kommt der ungeschlagene Tabellenführer aus Mönchengladbach vielleicht gerade zum richtigen Zeitpunkt.

Wobei auch Berufsoptimist Müller nicht mit einem Sieg der Chargers gegen den Mitaufsteiger rechnet, der sich nun allerdings anschickt den Durchmarsch in die 1. Liga zu schaffen. „Aber wir können völlig ohne Druck auflaufen und müssen nicht immer daran denken, dass wir unbedingt Punkte brauchen. Und vielleicht gelingen uns früh ein, zwei gute Aktionen und wir gewinnen zumindest unsere Lockerheit zurück.“

Denn die fehlte neben einigen anderen grundlegenden Dingen in den vergangenen Wochen offensichtlich beim Aufsteiger. Müller: „Vor allem unsere vielen jungen Spieler haben sich in den entscheidenden Situationen zu oft einen Kopf gemacht. Und wenn du zu viel nachdenkst, dann machst du leichter Fehler.“ Wie zuletzt beim unnötigen Unentschieden gegen Bonn, als die Recklinghäuser die Partie lange Zeit dominierten und am Ende durch eigene Fehler den Rheinländern doch noch den Ausgleich gestatteten.

Gespannt ist der Chargers-Chef zudem auf den zweiten Auftritt von Quarterback (Spielmacher) Keith Lockwood. Der hat sich inzwischen gut eingelebt, hat im Training eindeutig das Kommando über die Offensive übernommen und ist durch die Ankunft seiner Freundin noch mal deutlich entspannter geworden. Das, zusammen mit der erhofften Rückkehr der Lockerheit, sollte zumindest für einen guten Auftritt der Chargers reichen. Und mehr erhofft sich auch Dietmar Müller nicht gegen die Mavericks aus Mönchengladbach.

Sven Krause

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