Zum Siegen verdammt

Die Lage ist prekär. Während am Senghorst beim 1. FC Preußen Hochlarmark die Lage ernst, aber noch nicht kritisch ist, scheint der FC/JS Hillerheide an der Maybacher Heide förmlich zum Siegen verdammt. Zum Rückrundenstart haben die Recklinghäuser Bezirksligisten lösbare Aufgaben.

Recklinghausen.. 1. FC Preußen Hochlarmark - DJK Spvgg. Herten. Zuversichtlich ist man am Senghorst. Zwar unterlagen die Preußen zuletzt mit 1:2 beim BSV Schüren. Die Leistung konnte sich für einen Kellerkind bei einem Aufstiegsaspiranten aber sehen lassen. Der Gegner, die DJK Spvgg. Herten, ist schon eher von der Kragenweite der Preußen. Das gibt auch Trainer Holger Zahnhausen zu und ordnet die Partie als "Duell auf Augenhöhe" ein.

Das Ziel ist klar definiert: "Wir haben ein Heimspiel. Da müssen drei Punkte her", so Zahnhausen. Sollte der "Dreier" gegen die Gäste aus der Nachbarstadt gelingen, hätte das den durchaus wünschenswerten Nebeneffekt, ein weiteres Team in Abstiegssorgen zu bringen. "Und wir würden mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause gehen", so Zahnhausen.

FC/JS Hillerheide - VfB Annen. "Wenn wir morgen gewinnen, dann haben wir schon mal drei Punkte mehr als in der Hinrunde", meint Hillerheides Trainer Adrian Przibilka mit einer Portion Galgenhumor. Wer im Tabellenkeller steht, dem klebt bekanntlich das Pech an Füßen. Und so musste der FC/JS-Coachzuletzt unglückliche Niederlagen kommentieren. Der letzte Nackenschlag ereilte "Heide" am vergangenen Sonntag, als im Heimspiel gegen den Vorletzten FC Brünninghausen eine 2:1-Führung nicht reichte und den Gästen in der Nachspielzeit per Handelfmeter sogar der Siegtreffer gelang. "Unglücklicher geht‘s gar nicht", hadert Przibilka.

Das Handtuch werfen will im Sportpark Maybacher Heide niemand, wenngleich die Voraussetzungen für das anstehende Heimspiel gegen den VfB Annen nicht günstig sind. "Uns fehlt einfach das Erfolgserlebnis", merkt Przibilka an. Am 1. September siegte man 3:1 gegen SuS Merklinde - der bisher einzige Hillerheider "Dreier" der laufenden Spielzeit. Die Durststrecke steckt den Przibilka-Schützlingen tief im Kopf und folglich auch in den Beinen. "Die Jungs sind einfach verunsichert. Das sind alles junge Burschen", so Przibilka. Die hätten aktuell die Traute in ihre Fähigkeiten verloren. Positive Signale gibt es dennoch aus dem Team. "Wir trainieren gut. Keiner lässt sich hängen", berichtet der FC/JS-Coach.