Zu verspielt

Es ist der Fluch der guten Tat. Während der FC/JS Hillerheide zumeist das spielerische Element für den Torerfolg bemüht, hadert Trainer Adrian Przibilka mit der Verspieltheit seiner Schützlinge. So zu bestaunen beim torlosen Remis gegen GW Erkenschwick

RECKLINGHAUSEN.. Hillerheide hatte mehr vom Spiel, konnte den Ballbesitz aber nicht in Tore ummünzen. Den Grund hatte der FC/JS-Coach schnell ausfindig gemacht: "Das ist unser altes Muster. Da noch ein Haken und da noch einmal querlegen. Wir müssen den Abschluss schneller suchen."

Die Gäste aus Oer-Erkenschwick taten hingegen wenig für den Spielfluss und lauerten auf Konter. "So spielen alle gegen uns. Die stellen sich alle hinten rein, und versuchen zu kontern. Aber wir haben sie auch mit unseren Fehlpässen eingeladen, aber die wollten gar nicht", erklärte Przibilka. Besonders im ersten Durchgang fehlte es den Hausherren an der nötigen Durchschlagskraft.

In der zweiten Hälfte zeigte sich Hillerheide engagierter, ließ aber weiterhin den benötigten Zug zum Tor vermissen. An Fahrt nahm die Partie erst in den Schlussminuten auf. In der 85. Minute zirkelte Erkenschwicks Christian Kevering einen Freistoß aus 18 Metern an den Querbalken.

Nur zwei Minuten später hätte Adrian Stalka seine Farben erlösen können: Der Winkel war für den FC/JS-Torjäger jedoch zu spitz, sodass GWE-Keeper Florian Gabisch mühelos per Faust klären konnte.
In der letzten Minute der regulären Spielzeit hatten wiederum die Gäste die Chance zum entscheidenden Treffer. Fabian Asseth eroberte an der Mittellinie den Ball und lief schnurstracks auf Heides Schlussmann Michel Schnell zu, der im direkten Duell die Oberhand behielt.

Przibilka lobte: "Das 0:0 geht in Ordnung. Das hat sich Erkenschwick verdient, die haben gut gekämpft." Hellauf begeistert war er von der eigenen Leistung natürlich nicht: "Wir haben 80 Minuten lang zu wenig investiert und den Ball zu lange gehalten. Man hat gesehen, dass wir besonders gefährlich sind, wenn wir schnell über die Außen kommen. Aber das machen wir viel zu selten."