Zittern bis zum Schluss?

Die Landesliga-Saison biegt auf die Zielgeraden ein. Und es scheint, als könnten die Handballerinnen der HSG Vest mit den beiden letzten Saisonspielen doch ein versöhnliches Ende schaffen.

Recklinghausen.. "Es war eine Seuchensaison", bilanziert Alexander Gerdes, der zusammen mit Dirk Busche die HSG betreut.
In der Tat: Der Kader des Vorjahres-Fünften hat sich nur in Details verändert. Doch der Kreispokalsieger von 2014 stottert sich nach mangelhafter Vorbereitung, zwei Trainer-Rücktritten von Heino Rickmann und Norbert Zelgert, Verletzungspech und unglücklichen Niederlagen durch die Spielzeit. Mit der Konsequenz: Zwei Spieltage vor Schluss taumelt die HSG an der Kante zur Bezirksliga. Der aktuelle Platz zehn würde reichen. Aber Gerdes stellt klar: "Es kommt allein auf uns an. Wir müssen unsere Aufgaben erledigen. Der Rest interessiert uns nicht."

Da die Konkurrenten Teutonia Riemke II (9.) und Lüner SV (11.) am kommenden Spieltag aufeinandertreffen, während die HSG beim bereits abgestiegenen ATV Dorstfeld gastiert, ist die Lage laut Gerdes "für uns natürlich äußerst günstig." Soll heißen: Bei einem eigenen Sieg und einem Riemker Erfolg ist der Klassenerhalt bereits geschafft. "Ein Selbstläufer wird Dorstfeld aber nicht. Der ATV ist nicht so schlecht, wie es der Tabellenstand ausdrückt", warnt Gerdes mit Verweis auf das Hinspiel, wo sich die HSG trotz 22:19-Erfolg lange Zeit schwer tat.

Ein Sinnbild der Saison: "Uns fällt in dieser Spielzeit nichts einfach so zu. Wir müssen uns alles hart erarbeiten", sagt Gerdes. Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels.