Zeit, dasss sich was dreht
14.02.2010 | 17:37 Uhr 2010-02-14T17:37:00+0100Langsam nervt's. Die kindliche Freude über den Schnee und die Chance, vor der eigenen Haustür Schlitten zu fahren, ist längst dem Frust gewichen.
Dauernd die Scheiben des Autos frei kratzen, mehrmals am Tag Schnee schieben; das ist nichts für Flachlandtiroler. Obwohl: Einen Vorteil hat das. Vom Schneeschieben ist der Bizeps an meinem rechten Arm gefühlt um zweikommafünf Zentimeter gewachsen; was zumindest die Illusion vermittelt, etwas für die Fitness zu tun.
Mehr als das, die Illusion von einer vernünftigen Vorbereitung, haben auch die Amateurfußballer momentan nicht. Immerhin sorgt das Wetter dafür, dass die Bedingungen für alle gleich schlecht sind und der Wettbewerb nur bedingt verzerrt wird. Die Folgen sind für alle gleich: Englische Wochen, also Flutlichlichtspiele unter der Woche auf regendurchweichter Asche, ausfallendes Training, dezimierte Kader, weil Feierabendfußballer eben nicht immer abends auch Feierabend haben. Wann nimmt der Verband endlich Abstand von seinem Spielplansystem und der Vorstellung, Fußballer möchten bei Graupelschauern und drei Grad Celcius auf knüppelhartem Boden in kurzen Hosen durch die Gegend laufen? Wie heißt Grönemeyers WM-Hymne? Zeit, dasss sich was dreht.

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