"Werden weiter hart arbeiten"

Als Schiedsrichter Simon Krause (Ahaus) die Bezirksliga-Partie zwischen dem FC/JS Hillerheide und Viktoria Resse abgepfiffen hat, spannte sich ein blasser Regenbogen über die Maybacher Heide: Für dieses schöne Finale hatte man beim Schlusslicht allerdings keine Augen.

Recklinghausen.. Die Hillerheider Fußballer schlichen mit hängenden Köpfen nach der 0:3 (0:1)-Niederlage gegen das Team von Norbert Sander vom Platz. Dass der Resser Sieg verdient war, räumte Co-Trainer Amel Odobasic hinterher offen ein. "Das Ergebnis ist aber etwas zu hoch ausgefallen." Seine Enttäuschung ist verständlich, schließlich versetzten die Gäste aus Gelsenkirchen dem Tabellenletzten erst mit zwei späten Treffern den endgültigen K.o..

"Wer weiß", so Odobasic weiter, "vielleicht wären wir noch einmal zurückgekommen, wenn wir am Ende unsere Chancen genutzt hätten?" Diese Frage stellte sich jedoch nicht, weil Viktoria-Torhüter Timo Kruntorad, der lange Zeit nicht ernsthaft geprüft worden ist, seinen Kasten sprichwörtlich sauber hielt.

Als sich Resse seiner Sache sicher war, ergaben sich die den Platzherren die besten Chancen: Schön hatte sich Marius Kruppa über rechts durchgesetzt und war in den Strafraum gezogen. Doch anstatt selbst abzuschließen, spielte er ab - und Resse klärte (80.).

Nachdem der kurz zuvor eingewechselte Dominik Hanemann in der 84. Minute nach der Viktoria-Führung von Kevin Schäfer (20.) das vorentscheidende 0:2 nachgelegt hatte, kam Hillerheide binnen 60 Sekunden zu zwei guten Möglichkeiten, das Resultat zu korrigieren: Mathias Menke luchste den Gästen in der Vorwärtsbewegung den Ball ab, spielte auf den blank stehenden Joel Spitzer ab - der die Kugel am Toreck vorbeischlenzte (89.). Pech hatten auch Christian Konzok, der das Spielgerät aus kurzer Distanz an den Pfosten schob, und Julian Michalski, der den Nachschuss über das Resser Tor setzte (90.). Der Kampfgeist wurde nicht belohnt, stattdessen musste Hillerheide einen weiteren Nackenschlag hinnehmen: Mike Neumann setzte in der Nachspielzeit den 0:3-Schlusspunkt.

Warum das Team um Spielertrainer Adrian Przibilka lange Zeit in der Offensive blass blieb, dafür hatte sein "Co" Amel Odobasic nach dem Spiel eine Erklärung: Im auf fünf Positionen veränderten Mittelfeld fehlte die nötige Abstimmung. Zudem blieben dem FC/JS-Trainerduo konditionelle Mängel nicht verborgen. "Wir werden weiter hart arbeiten", kündigte Odobasic daher an.