Weite Anreise für Hertener Löwen
19.02.2010 | 15:43 Uhr 2010-02-19T15:43:00+0100Ein abgewandelter BAP-Titel wäre passend. „Verdamp lang hin.” Beim BC Weißenhorn tritt Basketball-Bundesligist Hertener Löwen an diesem Samstag an. 560 Kilometer, sechs bis sieben Stunden Anreise in drei Kleinbussen. Da wird das Spiel schon vor dem Hochball im schwäbischen Irgendwo ein Kraftakt.
Herten. Längst wird den Löwen vor nahezu jedem Spiel die Favoritenrolle zugeschustert, der Tabellenzweite ist ein gefürchteter Kontrahent. So viel Respekt tut einer Mannschaft gut. „Aber das kann auch gefährlich sein”, weiß Boris Kaminski. „Alle Spitzenmannschaften haben schon gegen Teams aus dem unteren Drittel verloren. Man kann nicht davon ausgehen, mal irgendwo hinzufahren und deutlich zu gewinnen.” Wie vor einer Woche gegen Schlusslicht Speyer mahnt der Löwen-Trainer zur Aufmerksamkeit. Am Freitag hat er noch einmal Videos studiert, um seine Spieler auf die Stärken des Aufsteigers aufmerksam machen zu können. „Aufpassen müssen wir besonders auf die gefährlichen Dreierschützen und somit jedmögliches Momentum der Heimmannschaft unterbinden.”Eine Basketball-Hölle erwartet die Löwen dabei nicht gerade. Durchschnittlich 272 Zuschauer besuchen die Heimspiele des Neulings. Nur die Skyliners in Frankfurt (durchschnittlich 77) haben eine noch schlechtere Resonanz.
Zur Verfügung hat Boris Kaminski bis auf Nachwuchsspieler Christoph Schmüdderich alle Akteure. Auch Maik Berger ist nach überstandenem Muskelfaserriss wieder dabei. Der frühere Schalker absolvierte am Donnerstag wieder sein erstes Teamtraining, dürfte aber noch geschont werden, sollten die Löwen auch ohne ihn ihrer Favoritenrolle gerecht werden.

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