Wasserschutzpolizei zeigt Rote Karte

Stand-up-Paddling auch SUP oder Stehpaddeln genannt erobert die deutschen Gewässer. Wer die Trendsportart ausprobieren will, sollte die Haltung bewahren.

Marl.. So wie Oliver Lynen, Sportwart beim Marler Kanu Club.

Beim SUP steht der Sportler auf einem übergroßen Surfbrett und bewegt sich mit einem Stechpaddel fort. Wer sich an den wackeligen Untergrund gewöhnt hat, kommt meist schnell und gut damit zurecht.

Lynen: "Der Wintercup lässt sich durch folgende Begriffe am besten beschreiben: ungewöhnlich, hart, lang, kalt und anstrengend."

Ganze Kerle sind gefordert

Eigentlich ein Sommersport. Doch es sind viele Aktive, die SUP intensiv auch im Winter ausüben. Die Kälte macht dabei in der Regel am meisten zu schaffen.

Bei 4 Grad auf dem Rhein sind ganze Kerle gefordert. Bei Gegenwind, steifer Brise und starker Strömung wird das Saisonfinale bei Köln zu dem härtesten Rennen der Serie und war zudem das Beste von Oliver Lynen.

Wasserschutzpolizei verbietet Rennen

Die Viererserie wurde auf verschiedenen Flüssen in NRW ausgetragen. Die Länge eines Rennens beträgt 8 km und wurde durch sommerliches Wetter bis hin zu Minusgraden, Hochwasser und starkem Wind sehr anstrengend und individuell. Ein Rennen bei Venlo verbot die Wasserschutzpolizei wegen Hochwassers. Man musste auf einen See ausweichen.

Insgesamt erreichte Oliver Lynen in der Gesamtwertung den 14. von 44. Plätzen. Sieger der Serie wurde der mehrfache Wildwasser-Weltmeister Normen Weber aus Augsburg.

Lynen startet in den nächsten Wochen richtig durch. Beim Langstreckenrennen in Oberhausen im März bringt er sein Surfbrett auf das Wasser. Im Mai stehen u.a. auf Fehmarn die German SUP-Challenge, der Steinlechner-Cup am Ammersee und die Landesmeisterschaft in Bochum auf dem Programm.