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PSV Recklinghausen spielt...

Warnsignale von der Küste

22.01.2010 | 17:34 Uhr

Recklinghausen. Ganz lange konnte Sandra Mroz die Spiele der Zweitliga-Handballerinnen der PSV Recklinghausen ganz entspannt ansehen. Kai Harbach war Trainer und Mroz und Frauke Korfsmeier waren nur Ex-Trainerinnen der PSV-Frauen, die regelmäßig die Heimspiele besuchten.

Mit dem Wechsel von Harbach auf Daniela Hannemann änderte sich das plötzlich. Als Hannemann in den Urlaub fuhr, wurde aus Mroz und Korfsmeier die Interims-Urlaubs-Übergangs-Kurzzeitlösung. Sie haben noch ein Spiel zu betreuen. Nach der Niederlage gegen den SC Greven steht nun das Spiel beim TSV Travemünde an (So., 15.15 Uhr).

Bereits als Mroz nur Zuschauerin war, hat sie festgestellt, „dass die Liga ziemlich eng zusammengerückt ist. Rosengarten, Halle-Neustadt, Berlin und Greven spielen Playoffs, dahinter kann Jeder Jeden schlagen. Die Liga ist absolut ausgeglichen.”

Deswegen geht was in Travemünde. Deswegen können die PSV-Frauen dort aber auch verlieren. „Zumal Travemünde”, sagt Mroz, „zuletzt gegen Spitzenreiter Rosengarten 35 Tore geworfen hat. Das ist ein Warnsignal.” Erst recht in Kombination mit der mageren Torausbeute ihres Teams. Mit dem 25 Gegentoren gegen Greven waren Korfsmeier/Mroz vollkommen einverstanden. Mit den 22 geworfenen nicht. Allerdings sieht Mroz genau wie Korfsmeier, dass sich ihr Team zumindest Chancen erarbeitet, um Tore zu werfen. „Dass die Chancen dann nicht reingehen, ist auch Kopfsache. Es ist aber natürlich auch ein Problem, wenn man lange nicht gewonnen hat und allen klar ist, dass es gegen den Abstieg geht. Es fehlt am Selbstvertrauen.”

Dabei hat das Team Erfahrung im Abstiegskampf. Seitdem die Recklinghäuserinnen wieder in der 2. Bundesliga spielen, spielen sie gegen die Rückkehr in die Regionalliga. So knapp wie jetzt sah es dabei zwar selten aus, aber eine Christina Weber, eine Anne Saxe und eine Stefanie Reinhart und auch die beiden Torfrauen Kirsten Lübbert und Iris Schultz haben nun bereits viele Jahre hintereinander gezeigt, dass sie in der 2. Bundesliga mehr als mithalten können. Mit einem Sieg in Travemünde würde es in jedem Fall kurzzeitig deutlich besser aussehen. Spielen die Kontrahenten mit, ginge es bis auf Platz sieben rauf. So eng, so ausgeglichen ist die Liga.

Markus Rensinghoff

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