Vorerst kein Kunstrasenplatz

Wenn Bürgermeister Christoph Tesche bei einer Jahreshauptversammlung zu Gast ist, dann brennt Fußballern eine Frage unter den Nägeln: Die nach einem Kunstrasenplatz. Die Sportfreunde Stuckenbusch brauchten erst gar nicht vorzufühlen, um eine Antwort zu bekommen. Ein Kunstrasenplatz ist derzeit kein Thema, kündigte Tesche an, aber es bleibt im Hinterkopf.

Recklinghausen.. Für die Unterbringung von Flüchtlingen müsse die Stadt einen erheblichen Millionenbetrag aufwenden, verriet Tesche. "Das ist für uns nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung, sondern auch eine humanitäre." Angesichts der knappen städtischen Kassen "müssen wir an der einen oder anderen Stelle etwas abzwacken", erklärte der Bürgermeister. Von der Agenda verschwindet das Thema "Kunstrasenplatz" nicht, versprach Tesche. Recklinghäuser Fußballvereine müssen sich also weiter gedulden.

Auch ohne einen Platz mit dem begehrten Belag seien die Sportfreunde Stuckenbusch "ein gut aufgestellter Verein", so Präsident Volker Schmid. Dem pflichtete der Bürgermeister bei: "Das Erfolgsgeheimnis ist, dass der Verein in den Ortsteil eingebunden ist und Freundschaften zu anderen Vereinen pflegt."
Erfreulich sei die Mitgliederentwicklung am Leiterchen sowohl bei den Fußballern als auch in der Gymnastikabteilung. "Wir gehen auf die 500-er Marke zu", berichtete Schmid. "Wir sind damit einer der größten Zwei-Sparten-Vereine in Recklinghausen."

Der Präsident ehrte langjährige Sportfreunde: Seit einem halben Jahrhundert hält Michael Beckmann den Stuckenbuschern die Treue und wurde dafür mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Für ihre 20-jährige Mitgliedschaft erhielten Karsten Hagel und Uli Fründt die silberne Ehrennadel. Die in Bronze gingen Marko Gola, Jörg Arendt, Stefan Hüppe, Markus Kohlmann und Michael Thorack.

Beim Tagesordnungspunkt "Anpassung der Mitgliedsbeiträge" gab es eine rege Diskussion und auch ein Abstimmungsergebnis: Der Jahresbeitrag wird moderat erhöht. Dafür wird eine zusätzliche Abgabe für die Mitglieder der Gymnastik-Abteilung abgeschafft und ein Familienbeitrag eingeführt.

Michael Pannbecker, Sportlicher Leiter der Fußball-Senioren, konnte den Anwesenden Positives berichten. Vor der Saison habe die Kreisliga-B-Zweitvetretung nach etlichen Abgängen "vor einem Scherbenhaufen" gestanden. Aktuell liegt Stuckenbusch II auf dem fünften Tabellenplatz. "Eine tolle Geschichte", so Pannenbecker. Sollte die erste Mannschaft, die aktuell in der Landesliga Rang zwei belegt, über ein mögliches Entscheidungsspiel den Aufstieg in die Westfalenliga schaffen können, "wäre es eine sensationelle Geschichte".

Karl-Heinz Trzeczak, Geschäftsführer der Jugendabteilung, konnte ebenfalls Erfreuliches vermelden. Elf Mannschaften vertreten Stuckenbusch in der Rückrunde im Spielbetrieb.