Verlockendes Viereck
27.06.2011 | 15:33 Uhr 2011-06-27T15:33:00+0200
Oer-Erkenschwick.Um sich einen Eindruck von den 11. Dressurtagen auf dem Silverthof in Oer-Erkenschwick zu machen, musste man sich am Samstagnachmittag nur Knut Wingender von oben bis unten ansehen. Die Schuhe strotzten vor Schmutz, ihre Farbe war nur noch zu erahnen. Aber das Lächeln und die strahlenden Augen des Chef des Silverthof machten deutlich, dass der Nieselregen am Samstag, der etliche Besucher fernhielt, den Gesamteindruck der Veranstaltung nicht entscheidend schmälern konnte. Wingender war zufrieden, konnte zufrieden sein. Die Meldezahlen und die Besucherzahlen gerade am sonnigen Sonntag stimmten – verlockendes Viereck – die Ergebnisse ebenso. Und dass das Turnier in Oer-Erkenschwick über den Kreis hinaus einen guten Namen hat, bewies die Tatsache, dass mit Michael Klimke am Samstag ein weiterer renommierter Dressurreiter nachgemeldet hatte. Er platzierte sich mit Harmonis Carlinus mit 63,44 Prozent jedoch nicht beim Grand Prix am Samstag, durfte am Sonntag deshalb nicht bei der Grand Prix Kür und beim Grand Prix Special ran.
Die Teilnahme daran schafften dagegen wie erwartet Christoph Koschel und Helen Langehanenberg. Koschel, zuletzt hinter Matthias Rath und Totilas Zweiter bei den Deutschen Meisterschaften in Balve, aber verzichtete ebenso auf einen Start an Tag zwei wie Langehanenberg. Für sie rückten Wieger Derk de Boer mit Kupfermann und Gabriele Rund-Kölner mit Rossinol nach. De Boer, der sich darüber hinaus mit Cosmopolitan 3 für den Grand Prix Special qualifiziert hatte und dort Platz zwei belegte, nutzte die Gunst der Stunde, kam in der Kür auf Platz drei.
Den Sieg in der Kür sicherte sich Patrick Kittel mit Silvano vor Norbert van Laak mit Don’t forget 2. Den Grand Prix Special gewann Oliver Oelrich mit Floris 40 vor de Boer und Kittel. Der hatte zusammen mit van Laak für einen selten Vorfall in der Dressur gesorgt. Die beiden bekamen im Grand Prix von den fünf Wertungsrichtern die exakt gleichen Note: 1598 Punkte, 68 Prozent. Das hat auch Knut Wingender noch nicht so oft gesehen. Aber nicht aufgrund dieser besonderen Spannung zog er zufrieden Bilanz.
Vier Tage Turnier auf dem Silverthof. Zufrieden?
Knut Wingender: Absolut. Am Donnerstag und Freitag waren die Ponys dran. Das hat wunderbar geklappt. Am Samstag und Sonntag waren die „Großen“ dran. Auch da gab es herausragende Leistungen und gute Ergebnisse.

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