Veränderungen
10.04.2009 | 15:35 Uhr 2009-04-10T15:35:00+0200Neue Impulse will der Vorstand des SC Herten setzen. Darum eröffneten die Verantwortlichen des Fußball-A-Kreisligisten ihrem Trainer Dietmar Otto, dass sie den im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern werden.
Herten. „Didi hat viel versucht und er ist ja auch ein guter Trainer. Aber die Ergebnisse spiegeln nicht das wieder, was wir uns wünschen. Und da ist der Trainer nun einmal das schwächste Glied in einer langen Kette", sagt Michael Klein, der Sportliche Leiter des Tabellen-zwölften. Ihm ist die Entscheidung nach der dreijährigen Zusammenarbeit mit Otto schwer gefallen. „Es war ein angenehmes Arbeitsklima mit ihm. Aber momentan ist unsere Platzierung eine sportliche Enttäuschung und da ist auch auf Dauer keine Besserung in Sicht.” Nachdem Karsten Quante die Fußballer vom Paschenberg im Winter der Saison 2006/07 in Richtung Bezirksliga verließ, stand Otto sofort parat. Der große Coup, der laut Klein mit dem Spieler-potenzial zu erreichen gewesen wäre, ist ihm allerdings nicht gelungen.
Nach der 1:3-Niederlage am vergangenen Spieltag gegen die SG Marl, einem vermeintlich schlagbaren Gegner, sah auch Otto keine Perspektive mehr und traf eine klare Entscheidung: Er gab auf. Für die Mannschaft täte es ihm leid, so seine Worte, für den Vorstand, von dem er zuletzt keine Rückendeckung mehr erhielt, jedoch nicht. „Nach drei Niederlage und einem hart umkämpften 1:0-Sieg gegen den Tabellenletzten blieb uns kaum noch was anderes übrig. Die Bilanz ist atemberaubend schlecht”, so Klein, der schon während des Spiels gegen die SG Marl vermutete, dass Otto nach dem Spiel den Hut nehmen könnte. „Wir waren eigentlich überzeugt, dass wir das bis zum Saisonende erst einmal ordentlich zu Ende bringen würden.” Doch Dietmar Otto fehlte zum Schluss die Motivation, seine Mannschaft nach jeder vergebenen Torchance, von denen der SC in der jüngsten Vergangenheit zu viele ungenutzt ließ, wieder aufzubauen.
Nun übernimmt erst einmal Eckhard Buß das Training. Er wechselte zum Beginn dieser Saison von dem FC Westfalia Scherlebeck zu dem SC und war dort bisher für die zweite Mannschaft und als Co-Trainer der Ersten zuständig. Neben ihm sind noch weitere Kandidaten im Gespräch. Wer jedoch letztendlich die Geschicke der Hertener dauerhaft lenken soll, wird sich nach Einschätzung von Michael Klein hoffentlich in den nächsten zwei Wochen klären: „Es ist so einiges in Aussicht. Wir schauen uns um, wollen aber auf jeden Fall eine brodelnde Gerüchteküche vermeiden.”
Er weiß aber auch zu gut, dass mit einem neuen Trainer nicht auch der Erfolg gekauft werden kann. „Wir hoffen die richtige Auswahl zu treffen, um spätestens in der nächsten Saison auf den Plätzen eins bis fünf zu landen.”
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