"Uns hat der Mut gefehlt"

Vor vier Wochen schaffte es Teutonia SuS Waltrop noch den Tabellenführer im SpoNo zu stürzen. Damals gewann das Team von Trainer Peter Poslednik verdient mit 4:1 gegen die Sportfreunde Stuckenbusch. Am Sonntag gelang dieses Kunststück nicht noch einmal. Diesmal gab es eine 0:3-Niederlage gegen den neuen Spitzenreiter FC Frohlinde.

Waltrop.. Auch am Tag danach redete Poslednik nicht um den heißen Brei herum: "Die Niederlage ist verdient, aber gegen einen Tabellenführer darf man schon einmal verlieren."
Schon vor dem Spiel hatte der Trainer festgestellt, dass bei seinem Team das Selbstbewusstsein, welches man für einen Sieg gegen eine Spitzenmannschaft unbedingt benötigt, offensichtlich nicht vorhanden war.

Zweikämpfe
"Uns hat ein wenig der Mut gefehlt, so sind wir nie richtig in die Zweikämpfe gekommen. Das Bemühen war zweifelsohne vorhanden, doch das alleine reicht gegen eine Spitzenmannschaft eben nicht", so Poslednik.
So musste der Coach mit ansehen, wie die Gäste von Beginn an das Spiel kontrollierten. "Die Mannschaft hat das auch gespürt. Aber diese Niederlage wird uns sicherlich nicht umwerfen" ist sich der Trainer sicher.

Problem: Personelle Situation
Ein weiterer Knackpunkt im Gegensatz zur Partie gegen Stuckenbusch war die personelle Situation, in der sich die Waltroper am Sonntag befanden. Nick Beckmann war wegen der fünften Gelben Karte gesperrt, Eike Stöve fehlte urlaubsbedingt, Markus Krawietz ist verletzt und wird wohl erst Ende November wieder zur Verfügung stehen. Noch länger muss Poslednik auf Thorben Panusch wegen seines dreimonatigen Auslandspraktikums verzichten. "Wenn so viele Stammspieler fehlen, wird es bei unserem dünnen Kader ganz schnell eng", führte Poslednik ins Feld.
Allerdings hat Poslednik seit Sonntag eine Alternative mehr im Kader.

Tim Bidermann wieder dabei
Tim Bidermann, der schon seit Wochen mit trainiert, hatte gegen Frohlinde seinen ersten Einsatz. "Tim hat zeitliche Probleme, deshalb wird er nicht jeden Sonntag auflaufen können. Aber in der jetzigen Situation bin ich froh, auf so einen erfahrenen Spieler zurückgreifen zu können", freut sich der Coach über mehr Alternativen in der Teutonen-Defensive.
Schon am Sonntag im Auswärtsauftritt bei Aufsteiger und Kellerkind RW Barop kann Teutonia SuS mit einem Dreier die Niederlage gegen den FCF wieder vergessen machen.