Ungleicher Städtekampf?

Das klingt doch erst einmal ganz interessant, wenn die beiden Recklinghäuser Bezirksligisten an diesem Sonntag jeweils gegen Teams aus Waltrop antreten. Doch schon ein Blick auf das Klassement verrät, dass es sich dabei um einen Städtekampf der etwas ungleichen Art handelt.

Recklinghausen.. Denn während Hochlarmark und Hillerheide aktuell zu den "Schmuddelkindern" der Bezirksliga zu zählen sind, dürfen sich der VfB und Teutonia SuS mit einiger Berechtigung eher auf der Sonnenseite der Staffel 9 wähnen.

Und die Tabelle lügt nicht, wie Preußen-Coach Holger Zahnhausen findet: "Der VfB Waltrop ist für mich definitiv ein Team, das ich ganz oben erwartet habe. Und Teutonia SuS Waltrop muss sich nach dem Abstieg aus der Landesliga natürlich erst noch finden, doch mit dem Abstieg wird der Verein mit Sicherheit nichts zu tun haben."

FC/JS Hillerheide - VfB Waltrop. Auch Hillerheides Coach Marc Manderla teilt die Wertschätzung für den Waltroper Fußball - und hier insbesondere für den VfB: "Ein gut geführter Verein mit einer starken Jugendarbeit. Und das Bezirksliga-Team ist durchsetzt von jungen und schnellen Spielern, die von ein, zwei erfahrenen Leuten unterstützt werden."
Das alles bedeutet jedoch nicht, dass die Hillerheider die Punkte bereits vor dem Anpfiff abliefern werden. Warum auch? Selbst die 1:2-Niederlage am vergangenen Sonntag in Obercastrop lieferte den Beweis, dass das Team auch in dieser Bezirksliga-Saison wird mithalten können. Aber: Man muss sich endlich auch mal für das gebotene Engagement belohnen. "Genau", meint Manderla, "denn ich würde lieber mal ein paar Zähler kassieren anstatt immer nur fröhliches Schulterklopfen zu bekommen".

Möglicherweise kann ihm beim Vorhaben, endlich mal wieder zu punkten, am Sonntag ausgerechnet ein Mann mit einer Vergangenheit beim VfB Waltrop helfen: Christian Konzok. "Ich bin fest davon überzeugt, dass er ein richtig Guter wird, wenn er denn gesund bleibt", so die Einschätzung des Hillerheider Trainers.

Teutonia SuS Waltrop - 1. FC Preußen Hochlarmark. "Die Teutonia ist eine Wundertüte", meint Holger Zahnhausen vor dem Gastspiel am Sportzentrum Nord, "schließlich hat sich das Team nach dem Abstieg ziemlich verändert". In der Tat sind einige der etablierten Spieler in die Zweitmannschaft gegangen, und dort in der Kreisliga A machen sie ihre Sache sehr gut, wie man weiß: "Die müssen aufpassen, dass sie nicht aufsteigen", lacht der Hochlarmarker Trainer, der beim Bezirksliga-Kontrahenten einen Mangel an Konstanz ausgemacht hat: "Vielleicht ist das normal in deren Situation."

Andererseits ist das aber auch ein Punkt, den die Gäste aus Recklinghausen für sich nutzen wollen: "Wir haben ja keine Wahl, wir müssen nach vorne spielen, um endlich wieder zu punkten."

Bei diesem Vorhaben werden ihm Faruk Köse, Serkan Umar (verletzt) und Maik Jesih (Urlaub) sicher fehlen, hinter Adi Stalka steht noch ein ganz dickes Fragezeichen. Ob Thomas Such nach der Rückkehr aus seinem dreiwöchigen USA-Urlaub schon wieder eine echte Verstärkung sein kann, ist zweifelhaft.