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Umstellungen im Maschinenraum

12.07.2012 | 15:33 Uhr
Umstellungen im Maschinenraum

Recklinghausen. Wieder gehen die Ruderer des RV Rauxel und mit ihnen etliche Athleten aus dem Vest, auf große Fahrt. Auch die zweite Etappe der Saison 2012 der Ruder-Bundesliga steigt im Osten der Republik. Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt ist am Samstag der Austragungsort der zweiten Regatta. Knapp 430 Kilometer sind es bis zur Goitzsche, einem künstlichen Gewässer auf dem Gelände eines ehemaligen Tagesbaus in Bitterfeld-Wolfen. Der Goitzsche Ruder-Club Bitterfeld (GRCB) ist dort zu Hause und empfängt die 44 schnellsten Vereinsachter auf der Sprintdistanz von 350 Metern.

Die lange Fahrt werden vor allem die Männer des RV Rauxel nutzen, um noch einmal intensiv über die Taktik nachzudenken. Beim ersten Auftritt in der neuen Saison in Rüdersdorf bei Berlin lief es nicht nach Maß. Am Ende reichte es für Rang 14 und der ernüchternden Erkenntnis, dass noch jede Menge Trainingsarbeit nötig ist, um die Mannschaft besser aufeinander abzustimmen und dann auch weiter vorne mitrudern zu können. Trotzdem waren in Rüdersdorf auch enge Rennen dabei, die gezeigt haben, dass der Weg ins obere Mittelfeld nicht ganz so weit ist.

Eine Schlüsselrolle kann in Bitterfeld Zugang Sturmius Exner auf der Schlagposition zukommen. Außerdem wurde der „Maschinenraum“ umgestellt, damit die Kraft besser in Vortrieb umgemünzt werden kann. „Angreifen“ ist ganz klar das Motto für das Team. Diesmal sind sie nicht nur zu acht, sondern reisen in einer Neuner-Besatzung an, so dass während der Regatta auch ausgewechselt werden kann. Bei den Frauen ist die Lage da schon etwas entspannter. Rang sieben war es beim ersten Auftritt. Luft nach oben gibt es aber trotzdem noch. Zum Auftakt lief kein Rennen perfekt. „Da geht noch mehr“, ist sich auch Steuerfrau und Trainerin Svenja Prang sicher. Auf sie wird es in Bitterfeld-Wolfen vor allem ankommen, denn Cheftrainer Berthold Oberkönig ist nicht mit dabei und muss sich voll auf seine Vertreter Svenja Prang und Kai Sporea verlassen. „Wir haben erkannt, was wir verbessern müssen und haben daraufhin das Training leicht abgeändert“, sagt Svenja Prang. Neue Einheiten im Kraftraum sorgen für mehr Explosivität in den Bewegungen, was vor allem der Startphase des Rennens zugute kommt. Ob das neue Training aber schon jetzt anschlägt, wird erst der Wettkampftest zeigen. Aber auch in Sachen Bootsbesetzung hat sich in der „Roten Lore“ etwas getan. Margarete Jakschik ist ab sofort im Frauen-Achter dabei und soll dabei helfen, auch besser platzierte Teams zu ärgern und vor allen Dingen im so wichtigen Achtelfinale eine gute Position zu ergattern. Aber erstmal ist für die RVR-Ruderer eine Reise zu tun und bekanntlich hat man dann ja immer etwas zu erzählen.

Felix zur Nieden



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