Überraschung und eine Verpflichtung nach Plan
31.08.2011 | 16:33 Uhr 2011-08-31T16:33:27+0200Marl.So ganz kann man sich beim VfB vor Überraschungen a la Olaf Thon nicht sicher sein. Da kann es, wie am Wochenanfang, schon mal passieren, dass der Trainer des VfB Hüls eine Rundmail in die Accounts des VfB-Umfelds schickt, um am für die NRW-Liga-Fußballer eigentlich freien Tag zum „Sondertraining“ einzuladen. Es gab manche Absagen (wie z.B.: „Um 18 Uhr habe ich Senioren-Wassergymnastik und kann daher leider nicht.“), aber beim Spiel „Alt gegen Jung“ trat tatsächlich ein Sturmduo mit der vielversprechenden Namenskombination Gomez/Asamoah an. Allerdings hat es kaum eine größere sportliche Zukunftsperspektive am Badeweiher.
Der Gomez, der da auflegte, heißt Diego mit Vornamen und ist Vereinswirt beim VfB Hüls, Gerald Asamoah genießt ausschließlich die Gastfreundschaft beim Training am Badeweiher.
Nicht unerwartet, sondern länger geplant war die Verpflichtung von Christian Erwig, der am Dienstag, wie berichtet, einen Vertrag für ein Jahr unterschrieben hat: „Ich bin darüber sehr froh. Seit Wochen und Monaten waren wir in Kontakt“, sagt Olaf Thon. Die Verpflichtung ein klarer Fall von Teamarbeit, der Trainer und VfB-Fußballboss Horst Darmstädter waren gemeinsam immer wieder am Ball. Erwig hat sich zuletzt bei vereinslosen VDV- Fußballern fitgehalten, dort zwischendurch kurze Zeit auch mal wegen einer Zerrung aussetzen müssen. Deshalb sagt Olaf Thon über die neuen Hoffnungen fürs Sturmspiel des VfB Hüls in der NRW-Liga noch eher verhalten: „Wir müssen mal abwarten, inwieweit wir ihn einsetzen können. Er braucht vielleicht auch ein wenig Zeit, sich einzugewöhnen.“
Das aber wird dadurch erleichtert, dass der VfB am kommenden Wochenende in der NRW-Liga spielfrei ist. Spielberechtigt ist Erwig ab sofort, eventuell, so Thon, sei an diesem Wochenende ein Einsatz in der zweiten Mannschaft möglich.
Thon selbst ist aktiv an diesem Wochenende in Hamburg, im ausverkauften Millerntor-Stadion, beim Benefizspiel für Reinhold Beckmanns Jugendinitiative NestWerk. Die WM-“Helden von Rom“ 1990 um Thon, Breme, Buchwald und Matthäus kicken als Team Deutschland gegen das Team Hamburg mit Größen wie Kaltz, Barbarez oder Doll. „Ein Highlight“, schwärmt Thon. Und das in einer Woche, in der er schon im Hülser Team „Alt“ zusammen mit dem Sturm-Duo Gomez/Asamoah gespielt hat.

0mitdiskutieren